gewöhnlich aus den Centurionen des Provinzialheeres, hier ausnahmsweise aus denen der kaiserlichen Leibwache, entnommen waren.— Z. 7—10 sollen die Namen der Centurionen, Z. 11 der des Legaten oder Tribunen gestanden haben, der den Altar weihte.— Da die Prätorianer-Kohorte auf dem Stein den Beinamen Maæiminiana führt, so ist er zur Regierungs- zeit des Kaisers Maximinus Thrax(235— 238) gesetzt worden, und zwar nach dem was oben über die Osrhoëner gesagt wurde, im ersten Jahre derselben. Uber die Gesims-Verzierung vergleiche das bei Nr. 36 Gesagte. Dass unser Altar 21 Jahre später ist als der jüngste unter den sechs datierten mit gleichartiger Verzierung, die alle aus den Jahren 194— 211 stammen, dürfte die Beweiskraft der äusseren Erscheinung römischer Denkmäler für die Datierung wenigstens bei solchen der späteren Zeit etwas abschwächen.
Vergl. CIL. XIII, 6677 a; v. Domaszewski im Rhein. Mus. LVIII, S. 543.
geweiht, gef. im Weinberg
des Herrn P. Ursinus bei
1⁸— Weisenau, von dem jetzigen ——— Besitzer des Gutes, Herrn — Paul Messerschmitt in Mainz
am 5. November 1904 dem I. 1 L E 5 Museum geschenkt. Sand- 4 stein. H. 60, Br. 26, D.
EATBIIP 117 em.
In hlonorem)[domus) d(ivi-
¹ 7 B N N X 7 nae) Libero patri P(ublius) J(O*) ex monitu dei aram
39. Altar, dem Liber
Urvinuſs
1L OMNl a aeneas vens) letus) m(erito). 1„Zu Ehren des Kaiserhauses V·DEI-MN
hat Publius Urvinus(?) dem
N M. 1 N„ SVO Vater Liber auf Ermahnung des
Gottes hin auf eigenem Boden
P O 1 I gern und freudig nach Gebühr
den Altar errichtet.“ L.. N Die Widmung an den Wein- 1. 1 gott deutet darauf hin, dass
schon im dritten Jahrhundert n. Chr.— aus der Zeit stammt
— der Altar wohl— in unserer Gegend Weinbau getrieben 2 wurde.— Z. 4 sind sämtliche
V mehr oder minder unsicher.
Vergl. Korrbl. d. W. Z. XXIV, Januarheft.


