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4 (1905) Neue Inschriften des Mainzer Museums : vierter Nachtrag zum Beckerschen Katalog ; mit über 100 Abbildungen nach Facsimile-Zeichnungen von Heinrich Wallau / Körber
Entstehung
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gewöhnlich aus den Centurionen des Provinzialheeres, hier ausnahmsweise aus denen der kaiserlichen Leibwache, entnommen waren. Z. 710 sollen die Namen der Centurionen, Z. 11 der des Legaten oder Tribunen gestanden haben, der den Altar weihte. Da die Prätorianer-Kohorte auf dem Stein den Beinamen Maæiminiana führt, so ist er zur Regierungs- zeit des Kaisers Maximinus Thrax(235 238) gesetzt worden, und zwar nach dem was oben über die Osrhoëner gesagt wurde, im ersten Jahre derselben. Uber die Gesims-Verzierung vergleiche das bei Nr. 36 Gesagte. Dass unser Altar 21 Jahre später ist als der jüngste unter den sechs datierten mit gleichartiger Verzierung, die alle aus den Jahren 194 211 stammen, dürfte die Beweiskraft der äusseren Erscheinung römischer Denkmäler für die Datierung wenigstens bei solchen der späteren Zeit etwas abschwächen.

Vergl. CIL. XIII, 6677 a; v. Domaszewski im Rhein. Mus. LVIII, S. 543.

geweiht, gef. im Weinberg

des Herrn P. Ursinus bei

1⁸ Weisenau, von dem jetzigen Besitzer des Gutes, Herrn Paul Messerschmitt in Mainz

am 5. November 1904 dem I. 1 L E 5 Museum geschenkt. Sand- 4 stein. H. 60, Br. 26, D.

EATBIIP 117 em.

In hlonorem)[domus) d(ivi-

¹ 7 B N N X 7 nae) Libero patri P(ublius) J(O*) ex monitu dei aram

39. Altar, dem Liber

Urvinuſs

1L OMNl a aeneas vens) letus) m(erito). 1Zu Ehren des Kaiserhauses V·DEI-MN

hat Publius Urvinus(?) dem

N M. 1 N SVO Vater Liber auf Ermahnung des

Gottes hin auf eigenem Boden

P O 1 I gern und freudig nach Gebühr

den Altar errichtet. L.. N Die Widmung an den Wein- 1. 1 gott deutet darauf hin, dass

schon im dritten Jahrhundert n. Chr. aus der Zeit stammt

der Altar wohl in unserer Gegend Weinbau getrieben 2 wurde. Z. 4 sind sämtliche

V mehr oder minder unsicher.

Vergl. Korrbl. d. W. Z. XXIV, Januarheft.