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4 (1905) Neue Inschriften des Mainzer Museums : vierter Nachtrag zum Beckerschen Katalog ; mit über 100 Abbildungen nach Facsimile-Zeichnungen von Heinrich Wallau / Körber
Entstehung
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Der Altar nimmt wahrscheinlich Bezug auf die Besiegung des Pescennius Niger, mit dem Septimius Severus damals wie wenige Jahre später mit Clodius Albinus um den Thron kämpfen musste.

Vergl. CIL. XIII, 6740 b; Körber, Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 230.

37. Altarbruchstück, gef. wie Nr. 34, Sandstein. H. 46, Br. 58, D. 26 cm. Oben ist noch ein Teil des Opfertellers und Spuren eines der seitlichen Wülste erhalten. Daneben und auf beiden Seiten Verzierungen, welche am besten aus der Abb. zu ersehen sind, welche die obere und eine Seiten-Fläche(abgerollt) darstellt. Auf der Vorderseite steht in einem Giebel-Dreieck in ziemlich stark hervortretendem Relief ein Adler mit aus- gebreiteten Flügeln, unter die sich eine Art Girlanden-Ver- zierung erstreckt. Neben dem Dreieck ist noch eine Rosette sichtbar, die Vorderseite eines der oben genannten Wülste. Die Inschrift ist bis auf 1 ½ Buchstaben verloren.

lin honorem)] ddomus) d(ivinae) zu Ehren des kaiserlichen Hauses.

Die Widmung in honorem domus divinae kommt zum ersten Mal auf einem unter Antoninus Pius( 161) geweihten, im Jahre 1903 auf der Saalburg gefundenen Altar vor(s. Korrbl. d. W. Z. XXII, S. 143). Dadurch ist auch unser Altar-Bruchstück einiger- massen zeitlich bestimmt, was darum von einiger Wichtigkeit ist, weil es, wie die gleichartige Rosette und die ganzblähnliche Girlanden-Verzierung beweisen, aus derselben Werkstätte stammt, wie der Altar-Grabstein des Hipponicus(Becker, Nr. 247), und weil somit dessen Zeit ebenfalls wenigstens nach einer Richtung hin gesichert erscheint.

Vergl. Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 231 und XX, S. 68.