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4 (1905) Neue Inschriften des Mainzer Museums : vierter Nachtrag zum Beckerschen Katalog ; mit über 100 Abbildungen nach Facsimile-Zeichnungen von Heinrich Wallau / Körber
Entstehung
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I. Grabsteine.

a. Zeit des julischen Hauses. 14 41 n. Chr.

1. Grabstein des C. Pompejus, gef. im Januar 1904 zu Zahlbach beim Ausheben einer Baugrube hinter dem Hause Hauptstr. 42(Zur Römerburg). Gelblicher Sandstein. H. 2,50 m, wovon jedoch 80 em, weil sie in den Boden kommen sollten, rauh gelassen sind; Br. 70, D. 20 cm. Im Giebeldreieck gehen von einem Knopf in der Mitte nach den Ecken rechts und links lanzettförmige, nach oben und unten kürzere Blätter aus. Das breite Band zwischen den Giebelschenkeln und dem damit parallelen oberen Abschluss des Steines zeigt an der Spitze auf beiden Seiten eines lanzettförmigen Blattes je zwei Akroterien-Windungen, sowie ebensolche unten rechts und links; zwischen beiden Gruppen ist je eine Schale angebracht. Unter der Inschrift: Hammer, Feuerzange und Amboss.

Caius) Pompeiſ(us), Cai) Fcälius) Ofe(ntina tribu) Me- d(iolano) mailes) leg(ionis) XVI ann(orum) AXXII st(i)pelndi- 1 orum) AIEV hſic) S(itus)(st). Her(es) ex t estamento).

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Gajus Pompejus, des Ga- PEMIN J jus Sohn, von der Tribus Oben. Ly⸗ E tina aus Mailand, Soldat der 16. § E HR E Legion, 34 Jahre alt und 14 . im Dienst, liegt hier begraben. Sein Erbe(hat) ihm auf Grund seines Testamentes(diesen Stein

setzen lassen).

Der Stein war bei der Auf- findung unversehrt, leider haben ihn aber die Arbeiter, sei es aus Ubermut oder aus Habsucht sie hofften wohl einen Schatz darunter zu finden sogleich zerschlagen. Da sich in unmit- telbarer Nähe auch Aschenurnen und Beigefässe fanden, wovon jedoch bis auf ein erd- farben Krüglein nichts er- . halten blieb, so darf man mit Sicherheit annehmen,

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