Jahrgang 
1
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Vorrede.

hard und wahrſcheinlich auch die Weſtphaͤliſchen Ueberſetzer beobachtet haben, und welches auch ge⸗ wiß nicht zu tadeln iſt, da wir Deutſchen, die wir uns erſt ſeit Kurzem mit dem Code Napo- léon ernſtlich beſchaͤftigen und ihn noch nie in ſeiner Anwendung geſehen haben, uns doch in den mehrſten Stuͤcken an das Urtheil erfahrner Fran⸗ zoͤſiſcher Rechtsgelehrten halten muͤſſen. Doch zog ich uͤberall, ſo viel es mir die Kuͤrze der Zeit ge⸗ ſtattete, die mir zu Gebote ſtehenden Hilfsmittel, vorzuͤglich die Discuſſion des code civil und Mallevilles Commentar, zu Rathe, und fand mich dadurch nicht ſehr ſelten veranlaßt, von dem Sin⸗ ne der Daniels'ſchen Ueberſetzung abzuweichen. Ob aber dieſe Abweichungen auch uͤberall Verbeſ⸗ ſerungen ſind, daruͤber ſteht freylich mir ſelbſt am wenigſten die Entſcheidung 5 jedoch kann ich verſichern, daß ich es nie ohne Gruͤnde gethan habe, welche ich fuͤr entſcheidend ielt. Wo mir alle Ueberſetzer den richtigen Sinn verfehlt oder doch ihn nicht beſtimmt genug ausgedruͤckt zu ha⸗ ben ſchienen,(wie z. B. im Art. 2123), da bemuͤhte ich mich beſonders, den richtigen Sinn herzuſtellen; habe ich mich dennoch geirrt, ſo habe ich wenigſtens die Beruhigung, daß ich mit moͤg⸗ lichſter Vorſicht zu Werke gegangen bin. Dem⸗