14 Satz 6 g— 6—0.
Eine wiederholte Handlungsweiſe zwiſchen den nämlichen Par⸗ teien kann nie ein Herkommen, ſondern nach Umſtänden nur eine Verjährung begründen.— Oberhofger. Jahrb. n. F. VII. S dagegen iſt ein derartiges Berufen auf gegenſeitige Handlungen der Parteien(in Vertragsverhältniſſen), um daraus ihre Abſicht zu er⸗ tennen(L.⸗R.⸗S. 1156, 1156 a), ſtatthaft.— Stabel, Vorträge S. 41 Note; vergl. Oberhofger. Jahrb. n. F. VII. S. 438.
Für die Fälle, in welchen bei den von Oeſterreich angefallenen Landestheilen(insbeſondere Breisgau) das vor dem 1. Januar 1810 beſtandene Recht in Anwendung kommt, iſt zu bemerken, daß auch nach öſterreich. Recht(Petzek, Grundſ. des vorderöſtr. Privat⸗ rechts Bd. I.§ XXVIII.) das Herkommen keine Rechte ſchafft, ſondern nur den Umfang eines ſchon beſtehenden Rechts und die Art der Ausübung beſtimmt.— Annal. IX. S. 332(Hofg. des Oberrheinkreiſes).
Auf das Herkommen iſt hingewieſen in den Sätzen 590, 591, 593, 663, 671, 674, 710 ca, 1135, 1159, 1648, 1736, 1753, Zu Satz 6g.
Natürliche Verbindlichkeiten: Stabel, Vorträge S. 34 ff.
Vgl. die Sätze 1235, 1311, 1338, 2012.
Zu Satz 6 h. Zur Erläuterung ſ. Stabel a. a. O. S. 45 ff.
Zu Satz 6i.
Die Regel„cessante ratione legis cessat lex ipsa“ iſt hier⸗ durch ausdrücklich aufgehoben; jedes Geſetz beſteht ſo lange, bis es ausdrücklich oder ſtillſchweigend(Satz 6 a) zurückgenommen iſt. Stabel a. a. O. S. 216. Mayer, Vortr. S. 62.
Zu Satz 6 k—0.
Zur Erläuterung der ganzen Lehre von den Nichtigkeiten in ihren verſchiedenen Richtungen, vergl. Stabel a. a. D. S. 138— 209, zu 6 ½ insbeſondere S. 176. 189.
Das Nähere zu den betreffenden L.⸗R.⸗S. insbeſondere 1125, 1304 u. 1305.


