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Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 19
1) 3. B. ich habe jemanden eln Pferd verkauft, es ihm blnnen einer gewlſ⸗ ſen Zeit zu liefern verſprochen, aber es ihm nicht liefern können. Der Käufer hat ſich daher ein anderes ankaufen muͤſſen. Sind nun die Pferde während dieſer Zwiſchenzeit im Preiſe geſtiegen, ſo muß ich ihm das er⸗ ſetzen, was er hat mehr zahlen muͤſſen, um ein Pferd von gleicher Be⸗ ſchaffenheit zu erhalten; denn dieſen Schaden hat er propter ipſam rem nou habitam erlitten; er bezieht ſich nur auf die Sache, dle der Gegenſtand des Contracts war, und da der Preis der Pferde veraͤnderiich iſt, ſo konnte ich es vorherſehen. Wurde dagegen der Käufer dadurch, daß ich das Pferd nicht zur gehorigen Zeit, obwohl nicht aus boͤſer Abſicht, ablieferte, verhindert, Wechſelbriefe an einem Orte, den er mit dieſem Pferde zu bereiſen gedachte, zu dem beſtimmten Tage zu präſentiren, ſo brauche ich ihm den hieraus er⸗ wachſenen Schaden nicht zu erſetzen, da er dem Gegenſtande meines Con⸗ tracts fremd war, und ich ihn nicht vorausſehen konnte. S. Blanchard
zu Maleville Th. III. S. 36 fgg., der dieſe Lehre durch Beyſpiele treffüch rläutert.— S. auch Art 1136. Not. 1. 0) Beyſo ffiich
2) Ausgenommen, wenn er ihn uͤbernommen hat.
3) PorurPR nro. 166. 167. Blanchard a. a. O. S. 39. *) S. Art. 1226 fgg.
4) Code de commerce art. 216. 218.
5) Art. 2028.
6) S. z. B. Art. 456. 474. 1346.
ginſen. a. In Frankreich⸗
Zinſen ¹) nennt man uͤberbaupt das, was jemand für den ge⸗ habten, oder dem Andern entzogenen Gebrauch einer Sache demſel— ben als Entſchaͤdigung zu geben, ſchuldig iſt. Dieſe Entſchaͤdigung wird entweder durch das Geſetz beſtimmt(geſetzliche Zinſen) oder durch Vertrag(vertragsmaͤßige Zinſen). Zu den erſtern gehören die in dem vorigen Paragraphen genannten Verzugszinſen; in Hinſicht der leßtern iſt folgendes zu bemerken: l. Sie koͤnnen in allen den Faͤl⸗ len, wo das Geſetz ſolches nicht verbietet, die geſetzlichen uberſteigen. II. Ihr Betrag muß ſchriftlich verſprochen werden, damit die Tribunaͤle Gelegenheit haben, den zu uͤbermaͤßigen Zins herabzuſetzen ²).
Der Code beſtimmt jedoch nirgends den Zinsfuß der geſetzlichen Zinſen; ſo daß auch die Frage unentſchieden bleibt, wie viele Zin⸗ ſen man ſich vertragsmäßig verſprechen laſſen duͤrfe? Aus der Diſcuſſion ³) erbellt, daß Freyheit des Zinsvertrags der Geſichts⸗
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