Teil eines Werkes 
Dritter und letzter Band (1811)
Entstehung
Seite
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Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 7

1) So uͤberſetzen das Wort conditton ſfehr richtig die Weſtphaͤliſche, und

5 l ſo wie die Lateiniſche Auszabe; Waſſaulx hingegen:Man. t nimmt Rückſicht auf den Stand der Perſonen Erhard: Umſtande

der Perſonen.

2) S. Art. 1303 fg.

§. 691. ſ Betrug iſt eine Erregung falſcher Vorſtellungen bey dem Miteontta⸗Art. 1116. ſ henten, um denſelben zu uͤbervortheilen 1). Der Betrug bewirkt die i Richtigkeit des Vertrags nur dann, wenn die zu der genannten Erre⸗ gung falſcher Vorſtellungen gebrauchten Kunſtgriffe von der Art ſind, daß e der andere Theil ohne dieſe Kunſtgriffe nicht contrahirt haben wuͤrde. (Es muß dolus caussam dans contractui ſeyn.) Der Betrug

muß immer vollkommen bewieſen werden, wenn man die Unguͤltigkeit des Vertrags aus ihm herleiten will ²).

1) Der Betrug muß immer von dem Mitcontrahenten begangen ſeyn. Iſt er e, von einem dritten begangen, ſo findet gegen denſelben nur eine Klage auf ſi Entſchädigung ſtatt. Daſſelbe iſt der Fall, wenn er nur einen außerweſentli⸗

chen Umſtand betrifft. BouscuRT Explication ad h. art. 2) Einen merkwuͤrdigen hierher gehörigen Rechtsfall erzaͤhlt S1REv Jurispruden-

M ee. 1807. P. 254. Blanchard zu Maleville Th. II. S. 17 fgg. in 2. Wirkung dieſer ungultigkeitsgruͤnde.

Irrtbum, Gewalt und Betrug machen nie den Contract ipso ju- re unguͤltig; ſie geben nur eine Klage auf Reſeiſſton oder i Richtigkeit des Contracts ¹). Ueber dieſelbe ſ. Cap. 5. Abſchn. 7.

1) DARD ad h. art. ſagt: C'etait ume maæime du Lrot Frangais, que

c. les voier de uullitè n avoient Point lieu en Frauce. S. auch Coutume de Gorze. tit. 7. art. 10. 11.

Art. 1117.

6. 6923. 3. Andere Arten der ungultigkeit. t Außerdem giebt es noch andere Arten der Unguͤltigkeit der Ver⸗

trage, welche theils aus der mangelnden Faͤhigkeit des Contrshenten, der