Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
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Von der Eintheilung der Sachen. 5

Viehpacht zur Haͤlfte, und der uneigentlichen Viehpacht; vielmehr wird

in dieſen letztern Faͤllen das Vieh nur fuͤr bewegliches Gut angeſehen.

VI. Die Roͤhren, welche das Waſſer nach einem Hauſe, oder einem Art. 523. u andern Grundſtuͤcke leiten, werden als Theil des Grundſtuͤckes, zu dem

ſie gehoören), betrachtet.

1) Zu bemerken iſt jedoch, daß die Artikel 520 525. nur in ſo fern die in den⸗ ſelben genannten Gegenſtaͤnde fuͤr unbeweglich erklaͤren, als ſie nach denſelben Regeln zu beurtheilen ſind, welche bey dem Grundſtücke eintreten, wenn deſſen Eigenthum durch Erbſchaft oder Schenkung u. ſ. w. oder der Rießbrauch deſſels ben uͤbertragen wird. Tronchet in der Discuſſion.(Conférence. T. III. p. 129R) MarEvIILILBE Analyſe ad h. art. ZAcRARIAE Handbuch. Th. I. S. 97. not. 2. Nicht aber I. wenn ſie einzeln von dem Eigenthümer verkauft werden, ſo daß mithin in dieſem Falle ſich die Regeln uͤber den Verkauf unbewest licher Sachen nicht aiwenden laſſen. Caſſationshof in DRNEvERs Journal des audiences de la Conr de caſſation. 1806. p. 31. Laſſaulr Journal⸗ II. 11. S. 401. 11. Ebenfalls nicht, wenn die Fruͤchte auf dem Halme durch

6 Saiſie brandon in Beſchlag genommen werden; denn in dieſem Falle treten die

ie im Code de proccdure frangol⸗ art. 626 635. Veſiphalien art. 574 ige 580. aufgeſtellten Regein ein. S. OEsTERLEx practiſche Erläuterung der u Weſtphäliſchen Proceſsorduung. Th. II. S. 171..

2) Waͤre das Oberholz mithin nicht in regelmäßige Schlaͤge getheilt, ſo wuͤrde es immer fuͤr unbeweglich gehalten werden muͤſſen, es moͤchte gefallt ſeyn oder nicht. Der an und fuͤr ſich nicht ganz deurliche Artikel erhaͤlt aus der Coutume de Rari. F. 92, die uͤberhaupt in dieſen Titeln vorwaltet, einige Erlaͤuterung. Es heißt in derſelben: Boir coupé, bled, foin ſuppoſé qu'il ſoit encore

ſur le champ, et non transporté, eſt reputé meuble. Mais quand il eſt ſur le pied, et pendant par racine, eſt reputé immeuble. Die Coutume nd unterſchted die Holzarten nicht; wohl aber ihre Commentatoten. Dieſe be⸗ nit ſchränken naͤmlich das Geſetz nur auf hohe Bäume, Hochwald(futaie). Sed ſi quoad ſtlpam caeduam, vulgo 5o014 taillin, ſagt GuERiRus Com- mentar. in jus civile Parifiorum. p. 103; verum eſt, quoad non caeditur, 5 immobilem ſle, excepto tempors, quo caedi debeat quo caedendi temyore mohili eſt, et iuter fructus aduumeratur, licet ea eſa non fuerie, hn et ylana. ratio, quia ſi hòs enededi termiuos emcederet, non amplius v iloa caedua eſſet, ſed in graudes arbores trantiret. Dieſer Meynung

ſucht der Artikel des Code zu begegnen, indem er verordnet, daß in beyden . Fallen die Schlaͤge nur dann fuͤr bewegliche Sachen zu halten ſeyen, wenn ſie u wirklich abgehauen wären. Wäre mithin ein bois taillis verhypothecirt, ſo il kann dennoch der Eigenthuͤmer die coupe verkaufen, ohne daß die hypotheca⸗ riſchen Glaubiger ſich dem Verkaufe widerſetzen koͤnnen. Caſſationshof in

4 S1REv Journal gẽéntral. 1809, P. I. p. 65. Futaie, Oberholz, hohes Holz⸗ nennt man aber das, was zu hohen Baͤumen und volligen Stämmen gewachſen iſt; hingegen was entweder ſeiner Natur nach nicht zu ſtarken Stämmen zu . wachſen pflegt(Buſchholz), oder was nur niedrig geblieben iſt, weil es nicht

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