4 Zweytes Buch. Erſter Titel.
1) S. J. F. C. von Düring von den Arten der Guͤter, den Erwerbungs⸗ und Beſchrankungsarten des Eigenthums nach dem Code Napoleon. Braunſchweig. 1808. 8.
2) Geſetz vom T. Maͤrz 1808. bey Laſſaulx Annalen. B. 1. H. 1. S. 7 ff. u. a. S. Traite du majorat. Paris. 1808. 8. und Goͤnner uͤber Adel, Majorate
und Aufhebung der Fidelcémmiſſe in ſ. Archio fuͤr Geſetzgebung. B. 2. H. 2. Nr. 10.
Erſtes Kapitel. Von den unbeweglichen Sachen.
§. 385. Begriff und Eintheilung.
Art. 317. Unbeweglich iſt eigentlich eine Sache, wenn ſie unbeſchadet ihrer Form nicht von einem Orte zum andern gebracht werden kann. Die Sachen ſind aber unbeweglich: I. ihrer Natur nach; 1I. oder vermöge ihrer Beſtimmung; 1I. oder in Hinſicht des Gegenſtandes auf den ſie ſich beziehen.
5. 386. Unbewegliche Sachen: 1. Ihrer Natur nach.
Art. 518. Ihrer Natur nach unbeweglich ſind: I. Grundſtuͤcke und Gebaͤude. Art. 519. II. Wind⸗ oder Waſſermuͤhlen, welche auf Pfeilern befeſtigt ſind. Art. 520. III. Feldfruͤchte die noch auf dem Halme ſteben ¹). Sind ſie geſchnit⸗ ten, ſollte die Ernte auch nur theilweiſe geſchehen ſeyn, ſo gehoͤren ſie
zu den beweglichen Sachen, ſie mogen noch auf dem Felde liegen oder
. ſt weggebracht ſeyn. Daſſelbe iſt Regel bey den abgepfluͤckten und abge⸗ Art. 321. fallenen Baumftuͤchten. IV. Der gewöhnliche Abtrieb, ſowohl des Un⸗ tetholzes als des in regelmäßige ²) Schlaͤge gelegten Oberholzes(der
hohen Waldung) wird fär beweglich gebalten, ſo wie die Baͤume einzeln
6 Art. Sa2. gefaͤllt worden ſind. V. Vieh, welches der Eigenthuͤmer eines tandguts 63 dem Paͤchter oder Meyer zum Feldbau überliefert, es mag daſſelbe taxirt ſeyn oder nicht, wird, ſo lange daſſelbe vermöge des Contracts bey dem Landgute bleibt, fuͤr unbeweglich gehalten.(II. Buch, 8. Titel, 4. Kap. 4. Abſchnitt.) Dieſes findet alſo nur ſtatt bey der eiſernen Viehpacht,
„ und der colonariſchen Viehpacht; nie aber bey der einfachen wrt . ieh⸗


