Teil eines Werkes 
Vierter und letzter Band (1809)
Entstehung
Seite
492
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3 weyter Ab ſchnitt⸗ Majorate, die auf Verlangen errichtet werden.

27. Diejenigen unſerer Unterthanen, die in Gemäßheit der im Art. des Senatus⸗Conſultum vom 14. Auguſt 1806 feſtgeſetzten Befugniß, in ihrer Familie ein Majorat zu er⸗ richten wünſchen, ſollen zu dieſem Ende ſich unmmittelbar an Uns mit einer Bittſchrift wenden.

28. Dieſe Bittſchrift muß mit Beweggründen verſehen teyn.

Außer der Anzeige der vom Supplicanten und ſeiner Fa⸗ milie geleiſteten Dienſte, muß ſie die verſchiedenen im Art⸗ 8 vorgeſchriebenen Erklärungen enthalten⸗

29. Wenn das Geſuch Uns dazu geeignet ſcheint, in Er⸗ wagung gezogen zu werden, ſſo ſoll die Bittſchrift ſammt den Belegen unſerem Vetter dem Erz-Kanzler zugewieſen werden, welcher ſie vom Rathe des Siegels der Titel, nach den in den Art. 10, 11 und 12 vorgeſchriebenen Formen unterſuchen laſſen ſoll.

30. Der Erz⸗Kanzler ſoll Uns den Antrag des General⸗ Procurators, und das Gutachten des Rathes nicht nur über die Mittel zur Bildung des Majorates, londern auch über die Dienſte, Sitten und die ehrenvolle Aufführung des Sup⸗ plicanten und ſeiner Familie vorlegen.

31. Unſern Befehlen zu Folge, ſoll der Erz⸗Kanzler Uns, wenn das Geſuch Statt findet, den Entwurf zu einem De⸗ crete vorlegen, welches die Errichtung des Majorates, unter den Bedingungen, die Wir aufzulegen für gut ſinden, zum Gegenſtande hat⸗

32. Im Falle, wo das Geſuch verworfen wird, ſoll der Erz⸗Kanzler verordnen, daß dem Supplicanten ſeine Papiere zurückgegeben, und von dieſer Zurlickgabe in den Regiſtern Meldung gethan werden ſoll.

33. Wird dem Geſuche willfahren, ſo laͤßt der Erz⸗Kanz⸗ ler das Diplom ausfertigen. Hat es Uns gefallen, Bedin⸗