501
Druckſehler und Berichtigungen.
S. 32. Z. 13. Streiche man folgende Worte ans: die⸗ ſes Geſetz iſt, wie man an ſeiner Stelle ſehen wird, in An⸗ ſehung der Immobilien abgeſchafft worden.
S.§8. Z. 3. Setze man folgendes hinzu: So erklär⸗ ten ſich wenigſtens hierüber, in ihrem Berichte an den Rath der Fünfhunderten, über die Claſſifizirung der Geſetze des National⸗Conventes, ſelbſt diejenigen, die zu den Geſetzen vom Brumaire und Nivoſe 2. J. mitgewirkt hatten; und
es z. V unrecht, wenn der Verpachter ſie gleich nach Empfang des Kalbes zurücknahme. Er muß ſie in ſolchem Falle dem Päch⸗ ter eine gewiſſe Zeit lang laſſen, damit er ſich für die Milch entſchädigen kann, deren er beraubt worden iſt: während ſie ihr Kalb ernährte.
Eben ſo dürfte der Paͤchter die Kuh nicht zu ückgeben, wenn ſie auf dem Punkte ſteht zu kaiben; denn, unrecht waͤre es, daß er ſich des Laſtes, die Kuh zu ernähren, waͤhrend ſie das Kalb ſäugt, entledigen koͤnnte, nachdem er den Gewiun der Milch gehabt hat.
Aus dem nehmlichen Grunde könnte der Verpachter die Kuh im Fruͤhling nicht zurücknehmen, wenn er ſie beym Anfang des vor⸗ hergehenden Winters gegeben haͤtte. In ſolchem Falle muß der Richter beſtimmen, wie lange ſie noch dem Paͤchter gelaſſen wer⸗ den ſoll, um ihn für das zu eutſchaͤdigen, was ſie ihm im Win⸗ ter gekoſtet hat; dagegen wäre aber auch der Pächter nicht befugt, ſie beym Aufang des Binters zuruͤck zu geben, wenn er ſie im Frühliug bekommen hätte.
Der Päͤchter muß die Kuh zum Stier hinſühren, weun ſie hitzig iſt.
Da er verbunden iſt, die Kuh zu ernaͤhren, und mit eben der Sorgfalt, wie ein guter Hausvater zu thun pflegt⸗ zu un⸗ terhalten, ſo iſt es ungezweifelt, daß, wenn er dieſes nicht thut, und die Kuh hiedurch an ihrem Werthe verliert, er den verurſachten Schaden erſetzen müſſe.
Wird die Kuh durch Zufall krank, ſo iſt es Pflicht des Päch⸗ ters, hievon den Verpachter zu henachrichtigen, damit er ihrer


