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1M. Buch. IM. Tit. Von Contraeten und Verbindlichkeiten. er
Art. 1122.„ Man hat die Vermuthung für ſich, daß man nicht bloß für ſich, ſondern auch für ſeine Erben und
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ſchenknehmer dieſe Laſt ohne Dazwiſchenkunft jenes dritten, der keinen Antheil an dem Schenkungs⸗Acte genommen, und die dem Geſchenknehmer unter dieſem Bedinge erteigte Freygebigkeit nicht angenommen hatte, erlaſſen könne,— uͤber dieſe Frage waren ehemahls die Rechtslehrer nicht einerley Meinung. Grotius, de J. B. et P. 11, IX, 19, ſo wie auch Bartolus, Duarenus, und insbeſondere Ricard, Taits Jes Suhoritutions, part. 1, ep. 4. ent⸗ ſchieden ſie mit jaß ſie ſagen, da die Schenkung ohne Dazwiſchenkunft dieſes dritten geſchehen iſt, ſo wird die Verbindlichkeit, die der Donatar bey Annahme der Schenkung unter jener Bedingung eingeht, bloß durch die Zuſammenwirkung des Willens des Ge⸗ ſchenkgebers und des Geſchenknehmers contrahirt, und kann folg— lich durch eine entgegengeſetzte Einwilligung der nehmlichen Par⸗ teyen auſgehoben werden. Dieſer dritte hat alſo kein unwider⸗ rufliches Recht erworben, denn, da es ohne ſeine Dazwiſchen⸗ kunft durch die bloße Einwilligung des Geſchenkgebers und Ge⸗ ſchenknehmers ſein Daſeyn erhalten hat, ſo iſt es auch durch die Aufhebung dieſer Einwilligung der Auflöſung unterworfen.
Das Gegentheil behauptete Fachinæus, Controv. Jur. VIII. 39, ſammt den von ihm angeführten Rechtslehrern. Sie ſagen nehmlich; die Clauſel des Schenkungs⸗Aetes, welche die dem Geſchenknehmer auferlegte Verpflichtung, einem dritten etwas zu geben enthaͤlt, faßt eine zweyte oder eine ſideieommiſſariſche Schenkung in ſich, die der Eeſchenkgeber dieſem dritten macht. Dieſe zweyte Schenkung erhaͤlt, ohne Dazwiſchenkunft dieſes dritten, ihre gaͤnzliche Vollkommenheit durch die Annahme der mit dieſem Bedinge gemachten Schenkung von Seiten des erſten Donatars, indem er ſich durch dieſe Annahme gegen den dritten, Kuch ohne deſſen Dazwiſchenkunft, verbindet, dieſe Bedingung zu ſeiner Zeit zu erfüllen. Aus dieſer Verpflichtung erwirbt der dritte ein Recht, die Erfüllung der Bedingung zu verlangen; und da die Clanſel, die dieſe zweyte oder fideicommiſſariſche Schenkung zu Gunſten eines dritten in ſich faßt, einen Theil einer Schenkung unter Lebenden ausmacht, mithin die in dieſer Clauſel enthaltene fideicommiſſariſche Schenkung non der nehm⸗ lichen Beſchaffenheit iſt, ſo iſt auch jenes Recht unwiderruflich, und es ſteht nicht mehr in der Macht des Geſchenkgebers, den erſten Geſchenknehmer von der gegen den dritten uͤbernomme⸗ nen Verpflichtung zu hefreyen. Die Rechtsregel: qucguc eg-


