40 ll. Buch. X. Tit. Von dem Leih⸗ und Darlehens⸗Contraete.
Leiher die Maͤngel der geliehenen Sache nicht erklärt hatte, z. B. wenn er ihm ein rotziges Pferd lieh, wodurch die ſei⸗ nigen angeſteckt worden, und zu Grunde gegangen ſind. So ſpricht auch a) das angeführte Geſetz von verdorbenen Fäſſern, die den Wein oder das Hel des Anleihers perdorben haben, von Thieren, die mit Maͤngeln behaftet ſind u⸗ ſ. w.; dage⸗ gen wird aber nicht leicht, wie b) die F. 61, F. 6. F de Furt. hinzuſetzt, Argliſt auf Seiten des Leihers vermuthet, welcher einen unentgeldlichen Dienſt leiſtet; ſo wie dann auch c) die F. penult. N h. dem Leiher nicht einmahl die Pflicht auferlegt, den Entlehner zu benachrichtigen, wenn die⸗ ſer ohnehin die Mängel kannte, und wenn ſie notoriſch wa⸗ ren— eine Entſcheidung, die auf den Fall von der Lei⸗ ter paßt.
Zweytes Capitell. Von dem Darlehen⸗
Erſter Ab ſchnitt. Von der Natur des Darlehens.
Art. 1802.„ Das Darlehen iſt ein Contract, wodurch „einer der Contrahenten dem andern eine gewiſſe Quanti⸗ „tät Sachen, die durch den Gebrauch verzehrt werden, „unter der Bedingung überliefert, daß Letzterer ihm eben ſo“ „viel von derſelben Gattung und Qualitaͤt einſt wiedergeben ſoll.«
S. die Anmerkung zum Art. 1875.
Mutuum est rerum, quæ pondere, numero et men- surà constant. Es muß eädem bonitate qud datum est. et qualitate, zurückgegeben werden. F. 1, 2 und 3, N de röh. cred.
Art. 1893.» Der Empſänger wird durch dieſes Dar⸗ „lehen Eigenthuͤmer der dargeliehenen Sache; er allein trägt „den Verluſt, wenn ſie zu Grunde geht, auf welche Art »ſich auch immer dieſer Verluſt ereignen möge.*


