2 1M. Buch. 1X. Tit. Von dem Soeietäts Contracte.
von ihrem Willen unabhängiges Ereigniß in dem Beſitze unzertheilter Guͤter, oder in dem Falle befinden, gemeinſchaftliche Laſten tragen zu muͤſſen, noch Handlungs⸗Geſellſchaften zum Gegenſtande; es gibt indeſſen hier allgemeine Regeln, die auf alle dieſe verſchiedene Gegenſtände angewendet werden können. S. den Art. 1873.
Art. 1833.„Jeder Geſellſchaftsvertrag muß einen er⸗ „laubten Zweck haben, und füt das gemeinſchaftliche Inte⸗ „reſſe der Parteyen geſchloſſen werden.
„Jeder Geſellſchafter muß entweder Geld oder andere „Güter oder ſeine Mühe und Arbeit, ſeinen Kunſtfleiß dazu „beytragen⸗«
Einen erlaubten Fweck. Rerum inhonestarum nulla
Jeder Geſellſchafter àc. Man kann auch, ſagte man, ſeinen Nahmen dazu hergeben, um der Geſellſchaft Credit zu verſchaffen: indeſſen ſchien ein iſolirter Nahme, ohne daß uͤbrigens die Perſon, die ihn trägt, irgend eine Handlung dabey verrichtet, eine allzu abſtracte Sache, und ſo wurde dieſe Art von Einlage verworfen.*) Höchſtens, ſetzte man
*)»Was jeder der Geſellſchafter zur Geſellſchaft beytraͤgt, muß, wie Pochier, du Contrat de Focieté, n. 10 ſagt, etwas ſeyn, was ſich ſchätzen läßt; wenn alſo Aſſpeiirte zur Errichtung einer Fabrik mit einem mächtigen Maune die Uebereinkunft getroffen hätten, ihm während gewiſſer Jahre einen beſtimmten Antheil von dem Gewinn, den ſie zu machen hofften, zukommen zu laſſen, mit dem Bedinge, daß er ihnen in den Angelegenheiten dieſer Fabrik mit ſeinem Anſehen behuͤlflich ſeyn ſollte, ſo waͤre dieſer Vertrag kein Geſellſchafts⸗Contraet, weil das Anſehen, welches dieſer mächtige Mann in die Geſellſchaft einzubringen verſpricht, nichts iſt, was ſich ſchätzen läßt. Ein ſolcher Ver⸗ trag iſt unguͤltig, weil er der öffentlichen Ehrbarkeit und den guten Sitten zuwider iſt, die mächtigen Perſonen nicht erlau⸗ ben, mit ihrem Anſehen Handel zn treiben« Zwar nahmen die Römer an, daß jemand auch bloß gratiam zur Geſellſchaft beytragen könne,(L. 30, fl. pro soc.) Der Geſetzgeber könnte indeſſen, wie Herr Gillet in ſeiner Rede ans Geſetzsebungs⸗


