Teil eines Werkes 
Dritter Band (1808)
Entstehung
Seite
477
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m. Buch. VII. Tit. Von dem Mieth⸗Centracte. 477

Verſchiedene Parlaments-Urtheile, welche Rousseaud, F. Coche anführt, hatten ſchon das nehmliche vero dnet.

Am 7. Nivoſe 14. J.(zs. Dee 1805) wurde indeſſen der Fuhrmann aus folgenden Gruͤnden verurtheilt,»1) weil nach den alten Geſetzen ſo wohl als nach den oben angeführten Arti keln des Geſetzbuches Napoleons die Fuhrleute fuͤr die Beſädi gung der ihnen anvertrauten Sahen verantwortlich ſind; 2) weil ver Frachtbrief, worauf ſich Merillon zu ſeiner Vertheidigung bezieht, ſein eigenes Werk ſey; weil 3) Cataloge ihn nicht un⸗ terſchrieben, im Gegentheile über die darin enthaltenen Bedin⸗ gungen, ſo bald er Nachricht davon erhalten, ſeinen Unwillen bezeugt habe, und folglich 4) Merillon ſich mittelſt eines ſelb geſchaffenen Litels, deſſen Ungültigkeit offenbar iſt, ſich der auf ihm haftenden Verautwortlichkeit um ſo weniger habe euttiehen können, da niemand einen Dritten durch laͤſtige Vedingungen, woran er keinen Antheil hat, zu etwas verpflichten kann; 5) weil dieſe Verautwortlichkeit ſelbſt dann fortwährend beſtanden haben würde, wenn Catalogne die im Frachtbriefe enthartene Be dingung unterzeichnet hätte, indem eines Theils nie zu vermu then ſey, daß dieß in der Abſicht geſchehen wäne, dem Metillon die Befugniß zu ertheilen, das Zutrauen zu mißbrauchen, welches ein Verſender in die Sorgfalt und Vorſicht⸗Maß egeln des Transports ſetzt, andern Theils aber der Beweis irgend einer Sorgloſigkeit bey einem Fuhweſen hinlänglich geweſen ſeyn wülde⸗ jedem Vorbehalte oder jeder Bedingung, die die Verbindiichkeiren eines Depoſtrars, deſſen man ſich zu bedienen gezwungen iſt, und den man fuͤr ſeine Mühe bezahlt, aufhebt, ihre Wirkung zu be⸗ nehmen; 6) weil der von Merillon geforderte Lohn von 10 Fr. für den Centner, da es dech gewiſi iſt, daß der Fuhrlohn von Bordeaur nach Pau nur mit 7 Fr. bezahlt wird, eine Taxe von mehr als vierzig Prozent hervorbringe, die ſich unter keinem andern Geſichtspunkte betrachten laſſe als wie eine Garantie und Verſicherung, deren Laſten Merillon kennen müſſe, indem er den Vortheil davon ziche; und weil es ohnehin 7) weit eonſe⸗ guenter ſey eine ſolche Uebertreibung ir Preiſe des Trau⸗poris auf dieſe Weiſe auszudeuten, als mit Merillen zu behaupten, er habe bloß wegen der Groͤße der Kiſte mehr genommen, da doch in der That kein Tarif ftür den Preis der Waaren, je nachden ſie mehr oder weniger Raum einnehmen, oder mehr oder weniger bequem zu trausportiren flnd, verhanden ſey.« Mertlion ſuchte um Caſſation dieſes Urtheiles nach, weil e⸗, wie er behaupiele,