26 1II. Buch. 10. Tit. Von Contraeten und Verbindlichkeiten.
bey dem nächſten Zug fangen wird, verkauſen könne, wurde der Art el abgeändert.*)
Art. 1130.„Auch zukünſtige Sachen können der Ge⸗ „genſtand einer Verpflichtung ſeyn.
„Man kann indeſſen auf eine noch nicht angefallene Erb⸗ „ſchaft nicht Verzicht thun, noch über eine ſolche Erbſchaft „irgend einen Vertrag ſchließen, ſelbſt nicht mit Bewilligung „desjenigen, von deſſen Nachlaſſe es ſich handelt.«
Der zweyte Theil dieſes Artikels iſt gegen den allgemein in Frankreich angenommenen Gebrauch der Verzichtleiſtungen auf künftige Erbſchaften. Schon anderswo haben wir hievon geſprochen; überdieß ändert er das römiſche Recht ab, wel⸗ ches Vertrage dieſer Art erlaubte, wenn ſie mit Bewilligung der Perſon, deren Erbſchaſt ihr Gegenſtand war, geſchloſſen wurden. T. ult. Cod. de pact.— Eine Abaͤnderung, die das Tribunat verlangt hatte.**)
Vierter bſch n Von dem Beweggrunde.
Art. 1131.»Eine Verpflichtung, die gar keinen Be⸗ „weggrund hat, oder auf einem falſchen oder auf einem un⸗ „erlaubten Beweggrunde beruht, kann keine rechtliche Wir⸗ „kung hervorbringen.
*) Die Quotität der Sache kann.... 3. B. jemand verbin⸗ det ſich, mir allen Schaden zu erſetzen, den ich bey einer gewiſſen Gele— genheit erlitten habe, oder noch erleiden werde, oder mir ein Jahr lang Korn fuͤr den Unterhait meiner Familie zu liefern. In bey⸗
den Fällen iſt die Verpflichtung gültig, obſchon im erſten die Summe, wie hoch ſich der Schade beläuft, und im zweyten Falle die Quantität nicht beſtimmt worden iſt. Genus, daß beydes durch Schäͤtzung beſtimmt werden kann. Pothier, n. 131.
B.
*) Die Grundlage dieſer Verfuͤgung iſt ſchon in dem Art. 791 enthalten; nur iſt ſie in dem vorliegenden Artikel noch nöher beſtimmt worden. Dieſe Vetfügung, ſagt der ehemahlige Tribun,


