IM. Buch. IM. Tit. Von Contracten und Verbindlichkeiten. 23
3 weyter Abſchnitt. Von der Faͤhigkeit der eontrahirenden Theile.
Art. 1123.»Ein jeder kann contrahiren, in ſo fern er „nicht von dem Geſetze dazu unfaͤhig erklärt iſt.«
Art. 1124.»b Unfähig zum Contrahiren ſind:«
»Die Minderjährigen;«
„Die Interdicirten;«
»Die verheiratheten Frauen in den Fällen, welche das »Geſetz ausdruckt;«
»Und überhaupt alle diejenigen, denen das Geſetz gewiſſe „ Contracte unterſagt hat.«
Unter die Zahl der zu contrahiren unfaͤhigen Perſonen hatte man die Unmuͤndigen geſetzt. Dieſes Wort wurde aus⸗
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Welche mittelſt eines Particular⸗Litels; und zwar a) ohne Unterſchied, ob es ein läͤſtiger, oder luerativer Titel ſey; ſo wie es auch b) gleichviel iſt, ob z. B. Jacob in einem Vergleiche, den ich mit ihm geſchloſſen habe, ſich ver⸗ pflichtet hat, nie Anſpruͤche geltend zu machen/ die er auf dieſes beſtimmte Haus, welches ich beſitze, etwa haben möchte,(paetum in rem conceptum) ohne zu ſagen, gegen wen, oder ob er ſich anheiſchig mache, nie gegen mich ſeine An ſprüche auf dieſes Haus geltend iu machen,(pactum in personam conceptum). In beyden Fällen habe ich die Vermuthung für mich, daß ich für alle meine Nachfolger ohne Unterſchied ſtipulirt habe. Pactum conventum eum venditore, heißt es in T. 17,§. 5, W de Paot., si in rem constituatur, secundum Procul sententiam et emptori prodest.. Secundum autem Sabini sententiam, etiamsi in personam con- oeptum est, et in emptorem valet, dui hoc esse existimat, etsi per donationem sueccessio facta sit. Denn, wenn ich für mich ſtipulire, ſo wird von mir vermuthet, daß ich für alle diejenigen ſtipulire, die mich repraͤſentiren; nun aber repräſentiren mich nicht nur meine Erben, ſondern anch in Hinſicht z. B dieſes Hauſes, alle diejenigen, die mir mittelbar oder unmittelbar, und unter welchem Litel es auch immer ſeyn mag, darin nachfolge. Pothier, n. 68.


