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In. Buch. ll. Tit. Von Schenkungen und Leſtamenten. 52%
ter ihnen waͤhrend der Ehe gemachten Schenkungen ſprach,
Worte des Art. 1096, wenn man ſie ſchon als Schen⸗ kungen unter Lebenden bezeichnethätte, zu ver⸗ ſtehen, daß Schenkungen unter Lebenden zwiſchen zmey Ehegat⸗ ten während der Ehe Statt haben können; es gibt zu verſiehen, daß dergleichen Schenkungen unter Ehegatten, als Schenkungen unter Lebenden bezeichuet werden koͤnnen, unerachtet ſie ihrem Weſen nach dem Widerrufe unterworfen ſeyen; und da es erlaubt, ſie mit dem Nahmen einer Schenkung unter Lehenden zu belegen, ſo zeigt es ſchon an, daß man ſie auch in die Form der Schenkungen unter Lebenden einkleiden dürfe, obgleich ſie übrigens dem Widerrufe unterworfen ſeyen.
Beſtimmter druckt ſich aber der Art. 1097 aus; Ehegat⸗ ten, ſo heißt es darin, köanen während der She, me⸗ der durch eiuen Aet unter Lebenden, noch dunch Deſtament ſich einander und gegenſeitig eine Schenkung ineiuem und demſelben Aere machen. Waͤhrend der Ehe köunen alſo Ehegatten ſich nicht nur durch abgeſonderte Teſtamente, ſondern auch durch abgeſonderte Aecte unter Lebenden, wechſelſeitig ſchenken. Schenkungen unter Lebenden können alſo, obſchon ſie widerruflich ſind, unter Ehegatten Statt haben. Entſcheidet man alſo, daß Ehegatten, um ſich emander zu begünſtigen, ſich der Form der Scheakun— gen unter Lebenden nicht bedienen konnen, ſo mißkennt man den Buchſtaben des Geſetze..
Ueber diee Wahrheit verbreitet der Art. 347 ein neues Licht. Dieſer Artikel macht einen Theil des Abſchnittes: von der Form der Schenkungen unter Lebenden aus. In dieſem Abſchnitte beſtunmt der Geſetzgeber zu erſt die außern Formen der Schentungs⸗Aete unter Lebenden; dann beſchäftigt er ſich, in den Art. 943 944 245 und 9 46 mit ihrer innern Form, und alles, was er in dieſer Hinſicht ſagt, laͤuft dahin aus, daß keine Scheukung unter Lebenden vorhanden ſey„weun ſie Güter zum Gegenſtande hat, die dem Geſchenkgeber noch uicht zugehören, wenn he uuter Bedingungen, deren Erfuͤllung bloß von der Willtuͤhr des Geſchentgzebers abhängt, eder nuter Laſten geſchehen iſt, die er nach Willkühr vergroͤßern kann, und wenn der Geſchenkgeber ſich die Macht vorbehält, über die ge— ſchenkten Gegenſtände anderſt zu disponiren Nachdem der Ge⸗ ſetzgeder alles dieß berſchigt hat, ſetzt er hinzu; die vier


