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Aber eben darum, weil die vom Richter anerkannte Un⸗ gewißheit uͤber das Leben des Abweſenden niemand nachtheilig werden ſoll, kann man dem hinterlaſſenen Ehegatten nicht wider ſeinen Willen proviſoriſch die Aufloͤſung der Guͤterge⸗ meinſchaft zumuthen, oder zu ſeinem Nachtheil den Tod des Abweſenden hypothetiſch vorausſetzen. Ihm muß die Wahl uͤberlaſſen bleiben. Nur wenn ihm die Ungewißheit ſchadlich ſeyn koͤnnte, wenn er dabei ein Intereſſe hat, den Abweſenden interimiſtiſch— nicht als lebend zu betrachten— muß er befugt ſeyn, aus der Guͤtergemeinſchaft zu treten..
Da indeſſen die Hypothefe nur eine Hypotheſe bleibt, bei weſcher der wirklich lebende Abweſende ſogar konnte gefaͤhr⸗ det werden, ſo muß der austretende Ehegatte wegen der Wiederherſtellung der Guͤtergemeinſchaft Caution leiſten.
Endlich folat aus der naͤmlichen Anſicht die Nothwendig⸗ keit, nach der proviſoriſchen Beſitzeinweiſung, oder nachdem der hinterlaſſene Ehegatte die Fortſetzung der Gemeinſchaft ges wahlt hat, das ganze Vermogen des Abweſenden gerichtlich zu mventariſiren Nur durch dieſe Inventariſation werden in jeder kuͤnftigen Lage der Dinge die Rechte der Intereſſenten geſichert.
Sie wird wirklich durch das vorliegende Geſetz verordnet (126).
Die Inventariſation muß in Gegenwart des Procureur impérial, oder eines dazu von ihm requirirten Friedensrich ters geſchehen.
Nach den Umſtaͤnden verfuͤgt das Gericht bei der Beſitzeinſetzung der Praſumtiv Erben oder nachher den Verkauf des ganzen Mobiliarvermoͤgens oder eines Theils deſtelben. Der gelbſte Kaufpreis, ſo wie der Ertrag der Guͤ⸗ ter muß benutzt und angelegt werden.
Die in den Beſitz eingeſetzten Erben können zu ihrer Si⸗ cherheit um eine legale Unterſuchung des Zuſtandes der Immo⸗ bilien und um Taxation derſelben durch Sachverſtändige bit⸗ ten. Letztere werden vom Gericht ernannt Der Bericht der
Sachverſtaͤndigen wird in Gegenwart des kaiſerlichen Bevoll⸗ machtigten homologirt. Die Koſten tragt das Vermoͤgen des Abweſenden(126).
Den proviſoriſch beſitzenden Erben iſt die Veraͤuſſerung und Verpfandung der unbeweglichen Guͤter des Abweſenden unterſagt(128).
Nach der Abweſenheitserklaͤrung werden alle Rechte und Klogen gegen den Abweſeüden gegen niemand, als gegen die


