————„ 4 n.*— ⸗ e.
—
85. In allen Fällen, wo jemand eines gewaltſamen Todes, oder in einem Gefaͤngniſſe oder ſonſtigen Verwah⸗ rungshauſe geſtorben, vder ſelbſt auf richterlichen Spruch hingerichtet worden iſt, wird dieſer Umſtaͤnde in den Regi⸗ ſtern gar nicht erwaͤhnt, und hat man ſich in Anfertigung der Sterbacte einzig nach der Vorſchrift des 79. Art. zu richten.
86. Ueber Sterbfälle, die ſich auf Seefahrten ereig⸗ nen, wird in den erſten vierundzwanzig Stunden, in Ge⸗
genwart zweier Zeugen, eine Acte angefertigt. Die Zeugen
nimmt man aus den Offizieren des Schiffes, oder in Er⸗ mangelung derſelben, aus dem Schiffsvolke. Iſt nun das Schiff ein Staatsſchiff, ſo ſetzt der Beamte der Seeweſens⸗ verwaltung dieſe Acte aufz gehoͤrt es aber einem Kaufmann oder Freibeuter, ſo thut es der Capitain, Herr oder Patron des Schiffes. Die Sterbacte wird hinten auf die Schiffs⸗ volksrolle eingeſchrieben.
87. Sobald das Schiff in einen Hafen einlaͤuft, es ſey nun um auszuruhen, oder jeder andern Urſache wegen, jene der Abtakelung ausgenommen, werden zwei Ausferti⸗ gungen der Sterbacten nach Vorſchrift des 60. Art. hinter⸗ legt. Die Hinterlegung haben die Beamten der Verwaltung des Seeweſens, der Capitain, Herr oder Patron des Schiffes, welche die Acte angefertigt haben, zu beſorgen.
Wenn das Schiff in den Abtakelungshafen einlaͤuft, ſo geſchieht die Hinterlegung der Schiffsvolksrolle in dem Buͤ⸗ reau des Prepoſe der Seeeinſchreibung, welcher eine Aus⸗ ſertigung der Sterbacte veranſtaltet, ſie unterzeichnet, und dem Beamten des Civilſtandes an dem Orte zuſchickt, wo der Geſtorbene wohnhaft war. Dieſe Ausfertigung wird ſogleich in die Regiſter eingetragen.
Fuͤnftes Capitel.
Von den Acten des Civilſtandes, Militairperſo⸗ nen betreffend, die ſich auſſer dem Gebiete des Staates befinden.
Art. 88. Was bisher uͤberhaupt uber die Form der Acten des Civilſtandes verfuͤgt worden, iſt auch verbind⸗


