Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1811)
Entstehung
Seite
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hen, ſo müſſen die Intereſſenten ein Certificat jedes officier de l'etat civil der reſpektiven Gemeinde bei⸗ gebracht haben, aus welchem hervorgeht, daß keine Einrede geſchehen ſey(69). c) Jeder der zu Verehelichenden muß dem Beam⸗ ten, welcher die Trauung verrichten ſoll, ſeinen Ge⸗ burtsſchein vorlegen. Kann der Geburtsſchein vom einen oder dem andern Theile nicht beigebracht wer⸗ den, ſo iſt er durch eine Notoritätsurkunde zu erſez⸗ zen. Letztere muß vom Friedensrichtet des Oris, wo die Verehelichenden oder einer derſelben gebobren worden oder domicilirt iſt, ausgefertigt werden G0). Die Notorietätsurkunde enthält eine Erklärung von ſieben verwandten oder nicht verwandien Zeugen beiderlei Geſchlechts über die Vornamen, Namen, Gewerbe und Wohnung des Verlobten und ſeines Vaters nebſt ſeiner Mutter, wenn man ſie kennt, des Orts und wenn es möglich iſt der Epoche ſeiner Geburt und endlich der Urſache, warnm die Ge⸗ burtsurkunde nicht beigebracht werden kann. Die Zeugen muſſen die Rotorietätsurkunde nebſt dem Friedensrichter unterzeichnen. Kann der eine oder der andere Zeuge ſeinen Namen nicht ſchreiben, ſo muß dieſer Umſtand erwähnt werden(71)(G).

¶6) Der Iute enthält im Verhältniß zum 70ten Artickel wo nicht einen Widerſpruch doch wenigſtens eine Dunkelheit. In jenem wird die Production der Geburtsurkunde in Anſe⸗ hung beider Verlobten verordnet, und wenn einer von beiden ſie nicht herbeiſchaffen kann, an der Stelle derſelben eine Rotorietäteurkunde gefordert. Die Beſchaffenheit der let⸗