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Sie wird nicht blos als ein bürgerlicher Contraet betrachtet, ſondern das Geſetz des Staats hat auch alles, was ſonſt in Anſehung der Formaliſirung die⸗ ſes Contractes der Kirche war überlaſſen worden, an ſich gezogen.
Von einem Verſpruch(Sponſalien) erwähnt das Geſetz gar nichts.
Dagegen führt es ſtatt des bisherigen kirchlichen Aufgebots und der prieſterlichen oder kirchlichen Trau⸗ ung ein bürgerliches Aufgebot und eine bürgerliche Trauung ein.
Von beiden handelt das dritte Kapitel des vor⸗ liegenden Geſetzes.
Es handelt blos von der Form und der Beur⸗ kundung beider Handlungen⸗ Von den Requiſiten der Gültigkeit eines ehelichen Vertrages handelt es nicht. Sie ſind der Gegenſtand des fünften Titels des erſten Buchs des Koder Napoleon.
2) Von der Form und der Beurkundung des bürgerlichen Aufgebotes oder
Aufrufes⸗ ¹) Jeder Ehe muß ein Aufgebot oder eine öffent⸗ liche Ankündigung der Abſicht der zu Verehelichenden
vorangehen.
Den Aufruf verrichtet der Beamte der Beur⸗ kundung des bürgerlichen Rechtszuſtandes(officier de I'état civil.
Der Aufruf muß geſchehen


