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neten Strafen der Geſetzesübertretung bleiben vor⸗ behalten(52).
12) Das in der Regiſtratur des Tribunals erſter Inſtanz niederzulegende Exemplar ſteht unter der beſondern Aufſicht des beim nämlichen Tribunal an⸗ geſtellten Bevollmächtigten des Kaiſers. Er muß die Beſchaffenheit deſſelben, ſo wie es in der Regiſtratur übhergeben wird, unterſuchen. Er muß über das Re⸗ ſultat der Unterſuchung ein Protocoll führen. Die Uebertretungen der Verfertiger des Regiſters(offi- ciers de I'état civil) zeigt er dem Tribunale an, und dringt darauf, daß die vom Geſetze ausgeſpro⸗ chene Strafe vollzogen werde(53).
13) Gegen die vom Tribunale über die Geſetzmä⸗ ßigkeit oder den Inhalt einer Beurkundung des bür⸗ gerlichen Rechtszuſtandes erlaſſenen Urtheile ſtehen den dabei intereſſirten Perſonen alle geſetzmäßige Rechtsmittel offen(54).
14) Rachdem die Beurkundung des bürgerlichen Rechtszuſtandes in den dazu geeigneten Regiſtern einmahl aufgenommen worden iſt, kann weder der beurkundete Beamte, noch der Bevollmächtigte des Kaiſers die mindeſte Abänderung darin vornehmen. Den intereſſirten Perſonen dagegen ſtehen Rachträ⸗ ge frei. Sie müſſen in eben der Form wie die Haupt⸗ urkunde ausgefertigt werden. Sowohl in dieſem Falle, als wenn eine Beurkundung des bürgerlichen Rechtszuſtandes am Rande einer andern ſchon nie⸗ dergeſchriebenen Urkunde angeführt werden muß,


