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ſie erben ſtammweiſe, wenn ſie alle, oder zum Theil, durch Repraäſentation(zur Erbſchaft) ge⸗ langen.
Vierter Abſchnitt. Von den, den Aszendenten, zugefallenen Erbſchaften.
Art. XXXVI. Wenn der Verſtorbene weder Nachkommenſchaft,
Anmerkungen.
darf dabei nicht aus dem Auge verlieren, daß hier blos von gleicher Theilung einer Erbſchaft ab iutestae die Rede iſt, d. h. einer Erbſchaft, woruͤber der Erh⸗ laſſer nicht verfuͤgt hat. Der Wille des Menſchen iſt aber nicht an dieſe ſtrenge Gleichheit gebunden, und er kann immer über einen Theil ſeiner Guͤter nach Belieben zu Gunſten eines ſeiner Erben oder andrer Perſonen verfuͤgen. Allein was er thun darf, darf das Geſetz ſich nicht erlauben. Seine Neigung kann beſondere Gründe haben: ſie kann auf Dankbarkeit oder wohlthätigen Abſichten veruhn; das Geſetz kann
5 weder dieſe Bewegrunde noch dieſe Rechte haben. Das Geſetz hat keinen andern Zweck, als ſeine Frei⸗ gebigkeit zu beſchraͤnken, wo es das Intereſſe der Ge⸗ ſellſchaft und die Erhaltung der Familien erheiſcht; allein es muß ſich darauf beſchränken, das zu über⸗ tragen, was der Menſch oder die Natur beſtimmt haben. Die Ungleichheit, welche ehedem von der Abſonderung der Guter in eigenthuͤmliche und Ac⸗ queſte, von dem Privilegium des doppelten Bandes w. herrührte, iſt ebenfalls verſchwunden; man ſehe weiter oben die Beweggruͤnde nach, welche den Ge⸗ ſetzgeber beſtimmt haben, auch in dieſer Hinſicht bei der Theilung eine vollkommene Gleichheit ein⸗ treten zu laſſen.


