— Einleitung.
laſſen bleibt! Haben ſich die Agenten bey Fuͤhrung
ihres Geſchaͤfts gut benommen, ſo iſt leicht zu erwarten, daß ſie zu proviſoriſchen, und wenn ſie als ſolche das
Vertrauen der Glaͤubiger erlangt haben, zu Definitivcu⸗ ratoren(Syndics définitifs) gewaͤhlt werden. So bleibt auch, wenn dieſe Perſonen als Agenten Beweiſe von Ungeſchicklichkeit, Partheylichkeit oder Mangel an Thaͤtig⸗
keit geben, dem Gerichte frey, ſie abzuſetzen(§. 24.) und
den Glaͤubigern, ſie nicht zu Curatoren zu waͤhlen. Daß, ſtatt der gerichtlichen, oft ſo koſtſpieligen und langſamen Inventuren, ſtatt der ganzen Collegien, nach der gewoöhn⸗ lichen Reihe der Vortraͤge, anheim zu gebenden Reſolu⸗ tionen, dieß Geſchaͤft einzig dazu beſtellten Maͤnnern, unter der Oberaufſicht Eines Gerichtscommiſſars, uͤber⸗ tragen iſt; daß dabey der Gemeinſchuldner in den geho⸗ rigen Graͤnzen mitwirkt, das Alles ſind Vorzuge, die
ſich erſt in der Anwendung in ihrem ganzen Umfange
zeigen werden. Zugleich können die Agenten und Cura⸗ toren den Zuſtand des Creditweſens der Policey⸗ obrigkeit nicht verhehlen. Sie ſind verpflich⸗ tet, deßhalb Anzeige zu thun, damit, bey entdeckter Strafbarkeit des Falliten, ſofort gehörige Maßregeln genommen werden koͤnnen. Dieß wird die Vollziehung der wider muthwillige und boshafte Bankerotteurs gege⸗ benen Strafgeſetze beſſer ſichern, als bey uns, wo die
ſtrengſten Verordnungen unſers mit vieler Einſicht abge⸗
faßten Bankerottirmandats leider ſo ſelten vollſtreckt
werden. Sehr vortheilhaft zeichnet ſich die mit G enauig⸗
keit verbundene Einfachheit des Liquidations⸗
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