RvtII Einleitung.
Auch das im 117, 118 und 119 Artikel enthaltene Verbot, daß der Capitain wegen nicht bezahlter
Fracht die Waaren nicht am Bord behalten
ſolle, iſt deshalb von großem Werth, weil manche Waaren am Bord leichter verderben, auch der Empfaͤn⸗ ger, wenn ſie ausgeladen ſind, ihren Zuſtand, ehe er die Fracht bezahlt, beſſer unterſuchen kann; wobey der Ca⸗ pitain durch die ihm nachgelaſſene Depoſition immer hinlaͤnglich geſichert bleibt.
In Anſehung des 6 die Nothwendigkeit(Art. 123), ihn in die Handelsge⸗ richtsbuͤcher eintragen zu laſſen, und ihn, auch im Auslande, gerichtlich zu verlautbaren, zu Vermeidung der Taͤuſchung der gemeinen Glaͤubiger, ſehr heilſam.
Mit vollem Rechte haftet(Art. 128. II.) der In⸗ doſſant eines an Ordre geſtellten Bodmereybrie⸗ fes nicht fuͤr das wegen uüͤbernommener Seegefahr dem Bodmereygeber zuſtehende Aufgeld. Denn da der letztere blos das Capital, auf welches das von ihm indoſſirte Papier lautet, gegen Empfang des Werths, abtritt, wie ſollte angenommen werden, er habe beym Empfang der Summe, auf welche der Bodmereybrief lautet, auch uͤberdem das oft ſo betraͤchtliche Auf⸗ geld ſtillſchweigend mit zu vertreten uͤbernommen? Thut er es aber ausdruͤcklich; ſo wird er ſich natur⸗ lich auch dafuͤr verhaͤltnißmaͤßige Vortheile bedingen.
Wenn auf Matroſenheuer, oder auch auf kuͤnftig zu erhaltendes Frachtlohn und von der Ladung zu hoffenden Gewinn ein Bodmereyvertrag zuge⸗
laſſen wuͤrde: ſo würde, bey der Betraͤchtlichkeit des Auf⸗
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