V Einieitung.
Es iſt bekannt, daß Frankreich die Grundlagen ſeiner Handelsgeſetzgebung dem beruͤhmten Miniſter Col⸗ bert verdankt. Dieſer große Mann, der Schoͤpfer des Franzoͤſiſchen See⸗und Landhandels, war zugleich Ur⸗ heber der beyden beruͤhmten Handelsgeſetze, die ſo lange die Grundlage des Franzoͤſiſchen Handelsrechts waren, der ordonnance du commerce von 1673 und der ordonnance de la marine von 1681. So muſterhaft die in dieſen beyden Geſetzen enthaltenen Verordnun⸗ gen ſind, ſo hatten doch veraͤnderte Zeitverhaͤltniſſe die Nothwendigkeit einer planmaͤßigen Handelsgeſetzgebung herbeygefuͤhrt. Die Revolution hatte die Mißbraͤuche, die ſchon unter den Regierungen der letzten Franzöſiſchen Koͤnige in den Geiſt des Franzöſiſchen Handels einge⸗ ſchlichen waren, bis zum hochſten Grade gebracht. Wenn es ein Verbrechen iſt, reich zu ſeyn, wenn die heiligen Grundſaͤtze des Eigenthums untergraben ſind; wo ſoll dann die Ermunterung zum Kunſtfleiße: wenn Wucher und die ſchnoͤdeſten Mittel, ohne Muͤhe reich zu werden, mehr Erfolg finden, als das redliche Ge⸗ werbe des aͤchten Kaufmanus, wo ſoll dann der Geiſt der aͤchten kaufmaͤnniſchen Moralitaͤt; und wenn dieſe in ihren Grundfeſten untergraben iſt, wo das Ver⸗ trauen auf Rechtlichkeit, der C redit, die Seele alles Handels, herkommen? Nur einige Zuͤge des Gemäldes, welches die Redner des Staatsraths von dieſem Zuſtande entwerfen, beweiſen hinreichend, wie dringend es war,
Segur) zum dritten Vuche. Die 7te(von Hrn.
Treilhard) zum 9. 10. und 11. Titel des 3. Buchs.
Die ste zum 4. Buche(von den Herren Maret, Pelet und Corvetto).
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