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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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chen bloß von der gegenwaͤrtigen Zahlbarkeit deſſelben zu verſtehen, und es erſtreckt ſich nicht auf die Zukunft, es ſey denn, daß der Uebertragende auch dieſes ausdruͤcklich zugeſagt habe.

1696. Wer eine Erbſchaft verkauft, ohne die darun⸗ ter begriffenen Gegenſtaͤnde einzeln anzugeben, braucht fuͤr weiter nichts Gewaͤhr zu leiſten, als daß er wirklich Erbe iſt.

1697. Hatte er zur Zeit des Uebertrags ſchon Fruͤch⸗ te aus irgend einem Gegenſtande gezogen, oder den Be⸗ trag irgend einer Forderung, die zu einer ſolchen Erb⸗ ſchaft gehoͤrt, empfangen, oder irgend ein Stuͤck der Erb⸗ ſchaft verkauft: ſo muß er ſolches dem Ankaͤufer erſtatten, wenn er es ſich nicht bei dem Verkauf ausdruͤcklich vor⸗ behalten hat.

1698. Seinerſeits muß der Ankaͤufer ſeinem Verkaͤu⸗ fer alles zuruͤck erſtatten, was dieſer fuͤr die Schulden und Laſten der Erbſchaft bereits bezahlt hat, und ihm al les zu Gute kommen laſſen, was er zu fordern hatte, wenn nicht ein Anderes ausbedungen worden.

1699. Derjenige, gegen den man ein ſtreitiges Recht abgetreten hat, kann ſich ruͤckſichtlich deſſen, auf den der Uebertrag geſchehen iſt, dadurch frei machen, daß er ihm den wirklichen Preis der Abtretung mit den Koſten und Gebuͤhren erſtatte, und mit den Zinſen von dem Tage an, wo derjenige, zu deſſen Gunſten abgetreten iſt, den Preis der ihm geſchehenen Abtretung entrichtet hat.

1700. Als ſtreitig wird eine Sache angeſehen, ſo⸗ bald uͤber den Grund des Rechts ein Prozeß oder Streit entſteht.. 1701. Die im Art. 1699 enthaltene Verfuͤgung fin⸗ det keine Anwendung mehr: iſtens, in dem Falle, wo die Abtretung oder der Uebertrag an einen Miterben oder Miteigenthuͤ⸗ mer des abgetretenen Rechtes geſchehen iſt;

2tens, wenn ſie an einen Glaͤubiger geſchehen iſt in Zahlung einer Schuld;

3tens, wenn ſie zu Gunſten deſſen geſchehen iſt, der das Erbe beſitzt, worauf das ſtreitige Recht ſpricht.

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