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ſes Recht auch fuͤr den Fall zugeſtanden waͤre, wo ſie Verzicht leiſtete.
Auſſer dem Falle eines ſolchen Vorbehalts, wird das Voraus nur von der theilbaren Maſſe genommen, und nicht von den perſoͤnlichen Guͤtern des vorgeſtorbenen Che⸗ genoſſen.
1516. Das vertragmaͤßige Voraus wird nicht als eine Beguͤnſtigung, welche den Feierlichkeiten der Schenkungen unterworfen iſt, ſondern als eine Eheverabredung, betrachtet.
1517. Es wird durch den natuͤrlichen oder buͤrger⸗ lichen Tod faͤllig oder eroͤffnet.
1518. In dem Falle, wo ſich die Gemeinſchaft durch Eheſcheidung oder durch Scheidung von Tiſch und Bette aufloͤſt, kann die Ablieferung des Voraus nicht gleich ge⸗ fodert werden; der Ehegenoſſe aber, der die Eheſcheidung oder die Scheidung von Tiſch und Bette erwirkt hat, be⸗ haͤlt ſeine Rechte darauf, in ſo weit er den andern uͤber⸗ lebt. Iſt es die Frau, welche die Scheidung erlangt hat: ſo bleibt die Summe oͤder die Sache, die das Voraus ausmacht, allezeit einſtweilen bei dem Manne, welcher aber Buͤrgſchaft dafuͤr leiſten muß.
1519. Die Glaͤubiger der Gemeinſchaft haben ſtets das Recht, die in dem Voraus begriffenen Sachen ver⸗ kaufen zu laſſen; den Ebegenoſſen bleibt aber in ſolchen Faͤllen ihr Erholungsrecht gegen die Maſſe, gemaͤß dem Art. 1515.
Siebenter Abſchnitt.
Von Verabredungen, die den Eheleuten ungleiche Theile in der Gemeinſchaft anweiſen.
Art. 1520. Es iſt den Ebeleuten unbenommen, ſich dahin zu vereinbaren, daß die Gemeinſchaft nicht unter ſie gleich getheilt werden ſolle, wie ſonſt das Geſetz vorſchreibt; und ſie koͤnnen daher uͤbereinkommen, daß der letztlebende
Ehegenoſſe, oder ſeine Erben, an der Gemeinſchaft einen kleinern Theil, als die Haͤlfte, oder fuͤr ſeinen Antheil an der Gemeinſchaft nur eine feſtgeſetzte Summe haben ſolle; ſie können ſogar ausmachen, daß die ganze Gemeinſchaft, in gewiſſen Faͤllen, dem letztlebenden Ehegenoſſen, oder bloß einem von ihnen, zugehoͤren ſolle.


