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uͤber die ganze bewegliche Habe, oder eine Quote derſelben, es geſchehe denn zur Einrichtung der gemeinſchaftlichen Kinder.
Jedoch kann er uͤber einzelne bewegliche Effecten wohl⸗ thaͤtig verfuͤgen, ohne Unterſchied der Perſon, die er dabei bevortheilt; nur muß er ſich dabei die Nutznießung nicht vor⸗ behalten.
1423. Das, was der Mann durch letztwillige Verord⸗ nung ſchenkt, darf ſeinen Antheil an dem gemeinſchaftlichen Vermoͤgen nicht uͤberſteigen.
Hat er auf ſolche Art einen Gegenſtand der Gemein⸗ ſchaft verſchenkt, ſo kann der Geſchenknehmer ihn in Natur nicht verlangen, als in ſo weit er bei der Theilung unter das Loos der Erben des Mannes faͤllt. Wenn aber der geſchenkte Gegenſtand nicht unter das Loos der Erben des Mannes faͤllt: ſo muß dem Legatar der ganze Werth des geſchenkten Gegenſtandes verguͤtet werden, und die Verguͤtung wird ge⸗ nommen von dem Theile, den die Erben des Mannes an der Guͤtergemeinſchaft haben, und von dem eigenen Vermoͤgen des Mannes.
1424. Fuͤr Geldbußen, die gegen den Mann verhaͤngt werden wegen Verbrechen, worauf der buͤrgerliche Tod nicht ſteht, iſt das gemeinſchaftliche Vermoͤgen der Eheleute an⸗ greiflich, mit Vorbehalt der Verguͤtung, die alsdann der Frau gebuͤhrt. Fuͤr Geldbußen aber, die gegen die Frau verhaͤngt werden, iſt, ſo lange die Guͤtergemeinſchaft dauert, nur das bloße Eigenthum ihres perſoͤnlichen Vermoͤgens angreiflich.
1425. Verurtheilungen, welche gegen einen von beiden Eheleuten ergehen wegen eines Verbrechens, worauf der buͤr⸗ gerliche Tod ſteht, treffen nur den Antheil dieſes Ehegenoſſen in der Guͤtergemeinſchaft und ſein eigenes perſe oͤnliches Vermoͤgen.
1426. Handlungen, welche die Frau ohne Bewilligung ihres Mannes vornimmt, obſchon ſie gerichtlich dazu ermaͤch⸗ tigt iſt, beſtricken die Guͤter der Gemeinſchaft mit keiner Ver⸗ bindlichkeit, es ſei denn, daß ſie als oͤffentliche Handelsfrau, und in Ruͤckſicht auf ihren Handel contrahire.
11427. Die Frau kann weder ſich ſelbſt, noch die Guͤter der Gemeinſchaft verbinden, ſelbſt nicht, um ihren Mann aus dem Gefaͤngniſſe zu ziehen, oder um ihren Kindern in


