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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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3tens wenn die Schuld alternativ iſt, und zwei Sachen zum Gegenſtande hat, worunter der Berechtigte waͤh⸗ len kann, und eine von beiden untheilbar iſt;

4tens wenn durch den Titel ſelbſt einer von den Erben allein den Auftrag bekommen hat, die Verbindlichkeit zu erfuͤllen;

5tens wenn es entweder aus der Natur der Verbindlich⸗ keit, oder der Sache, die ihren Gegenſtand ausmacht, oder aus dem Zwecke, den man bei Abſchließung des Vertrags im Auge hatte, deutlich erhellt, daß der Meinung der contrahirenden Theile nach die Schuld nicht theilweiſe ſollte abgefuͤhrt werden.

In den drei erſten Faͤllen kann der Erbe, der die ſchul⸗ dige Sache oder den pfandverſtrickten Grund beſitzt, angehal⸗ ten werden, auf beide das Ganze zu entrichten, wogegen er ſich gegen ſeine Miterben erholen kann. In dem vierten Falle kann der Erbe, der allein mit Abtragung der Schuld belaſtet iſt, und in dem fuͤnften Falle jeder Erbe ebenfalls fuͤrs Ganze belangt werden, wobei ihnen wieder ihr Erholungsrecht gegen die Miterben offen bleibt.

8. II.

Von den Wirkungen der untheilbaren Verbindlichkeit.

Art. 1222. Wenn mehrere Perſonen zuſammen eine untheil⸗ bare Schuld uͤbernommen haben: ſo iſt jeder verbunden, das Ganze zu leiſten, obſchon ſie uͤbrigens nicht ſo uͤbernommen worden, daß einer fuͤr alle und alle fuͤr einen haften ſollten.

1223. Eben ſo verhaͤlt es ſich mit den Erben deſſen, der⸗

eine ſolche Verbindlichkeit uͤbernommen hatte; auch dieſe koͤn⸗ nen dieſelbe nicht theilweiſe erfuͤllen.

1224. Jeder Erbe des Glaͤubigers kann die Erfuͤllung einer untheilbaren Verbindlichkeit ganz fordern.

Er kann fuͤr ſich allein die Schuld im Ganzen nicht er⸗ laſſen, eben ſo wenig, als er fuͤr ſich allein berechtigt iſt, den Werth anzunehmen anſtatt der Sache. Hat aber einer von den Erben fuͤr ſich allein die Schuld erlaſſen, oder den Preis der Sache angenommen: ſo kann ſein Miterbe die ungetheil⸗ ten Sachen zwar noch immer fordern, aber er muß den Theil