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Gesetzbuch Napoleons oder Das in den Königl. Preussischen Rhein-Provinzen geltende bürgerliche Recht / uebersetzt von dem Justizrath P. F. Cremer, Advocat-Anwalt bei dem Königl. Landgerichte zu Düsseldorf
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redlich: ſo muß er dem Eigenthuͤmer, der ſie wiederfo⸗ dert, das, was die Sache hervorgebracht hat, mit der Sache ſelbſt erſtatten.

550. Man nennt den Beſttzer redlich, wenn er als Eigenthuͤmer beſitzt, und zwar kraft eines Titels, der faͤ⸗ hig iſt, das Eigenthum zu uͤbertragen, und deſſen Fehler oder Maͤngel er nicht kennt*).

Er hoͤrt auf, ein redlicher Beſitzer zu ſeyn, ſobald ihm dieſe Fehler oder Maͤngel bekannt werden.

Zweites Capitel.

Von dem Rechte der An⸗ und Zuwuͤchſe auf das, was ſich mit einer Sache verbindet oder ſich ihr einverleibt.

Art. 551. Alles, was ſich mit einer Sache verbin⸗ det, oder ſich ihr einverleibt, gehoͤrt dem Eigenthuͤmer der Sache, gemaͤß den hiernach folgenden Regeln.

Erſter Abſchnitt.

Von dem Rechte der An⸗ und Zuwuͤchſe in Ruͤckſicht auf unbewegliche Sachen.

Art. 552. Wer Eigenthuͤmer des Bodens iſt, der iſt auch Eigenthuͤmer alles deſſen, was daruͤber und darunter iſt.

Es ſteht dem Eigenthuͤmer frei, auf oder uͤber ſei⸗ nem Boden zu pflanzen und zu bauen nach Belieben, aus⸗ genommen in jenen Faͤllen, welche der hierunten folgende Titel von den Grundgerechtigkeiten oder Dienſt⸗ barkeiten enthaͤlt.

Eben ſo kann er unter ſeinem Boden bauen und gra⸗ ben, wie er will, und aus ſolchen Unterminirungen allen Vortheil ziehen, den ſie gewaͤhren moͤgen; jedoch muß er

2) Ein Umſtand, den das Geſetz vermuthet, ſo lange das Gegen⸗ theil nicht bewieſen wird. Denn das Geſetz vermuthet das Boͤſe nicht, ſondern das Gute..