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In Ruͤckſicht auf das Vermoͤgen, deſſen Genuß er nicht hat, muß er Rechenſchaft ablegen uͤber Eigenthum und Einkuͤnfte; in Ruͤckſicht auf das Vermoͤgen aber, deſ⸗ ſen Niesbrauch ihm das Geſetz geſtattet, iſt er bloß fuͤr das Eigenthum verantwortlich.
390. Sobald die Ehe aufgeloͤſt iſt, es ſey nun durch den natuͤrlichen oder buͤrgerlichen Tod eines von beiden Eheleuten: gehoͤrt die Vormundſchaft uͤber die Kinder, die noch minderjaͤhrig und nicht aus der vaͤterlichen Gewalt mmifaſen ſind, von Rechtswegen dem letztlebenden Ehege⸗ noſſen.
391. Es ſteht jedoch dem Vater frei, der uͤberleben⸗ den Mutter, die durch ſeinen Tod Vormuͤnderin wird, ei⸗ nen beſondern Beiſtand zu ernennen, ohne deſſen Gutduͤn⸗ ken ſie ſodann keine Handlung vornehmen kann, welche auf die Vormundſchaft Bezug hat.
Wenn der Vater die Handlungen namentlich zunfübrt⸗ wofuͤr der Beiſtand zu ernennen iſt: ſo kann die Vormün⸗ derin alle andere Handlungen vornehmen ohne die Da⸗ zwiſchenkunft deſſelben.
392. Ein ſolcher Beiſtand kann nur auf eine von folgenden Arten ernannt werden:
iſtens, durch eine letztwillige Verordnung;
2tens, durch eine Erklaͤrung, die vor dem Friedens⸗ richter in Beiſtand ſeines Gerichtsſchreibers, oder vor Notarien geſchieht.
393. Wenn beim Ableben des Mannes die Frau ſchwanger iſt: ſo ernennt der Familienrath der deibesfrucht einen Vorſtand oder Curator.
Sobald aber das Kind zur Welt koͤmmt, wird die Mutter ſeine Vormuͤnderin, und der Curator oder Vor⸗ ſtand wird von Rechtswegen ſein beigeordneter Vormund.
394. Die Mutter iſt nicht gezwungen, die Vormund⸗ ſchaft zu uͤbernehmen. In dem Falle jedoch, wo ſie ſie ausſchlaͤgt, iſt ſie verbunden, die Pflichten derſelben zu er⸗ fuͤllen, bis ſie die Ernennung eines Vormundes zuwege gebracht hat.
395. Wenn die Mutter, welche eine Vormundſchaft uͤbernommen hat, zur zweiten Ehe uͤbergehen will: ſo muß


