In den zwei Monaten nach Entdeckung des Betrugs endlich, wenn man ihm die Geburt des Kindes verborgen
hatte.
317. Wenn der Ehemann geſtorben iſt, bevor er klag⸗ bar eingekommen; ſo haben die Erben zwei Monate, um die Rechtmaͤßigkeit des Kindes anzufechten; vorausge⸗ ſetzt jedoch, daß der Mann in der ihm geſtatteten Zeit, um einzukommen, geſtorben iſt. Die zwei den Erben geſtatte⸗ ten Monate fangen an zu laufen von dem Zeitpunkte, wo das Kind ſich in den Beſitz der Guͤter des Ehemannes ge⸗ ſetzt hat, oder auch von dem Zeitpunkt, wo die Erben, die in dieſem Beſitze wirklich ſind, von dem Kinde darin ge⸗ ſtoͤrt werden.
318. Jede auſſergerichtliche Schrift oder Acte, worin entweder der Ehemann, oder auch ſeine Erben, erklaͤrten, daß ein Kind nicht ehelich ſey, wird als nicht geſchehen betrachtet, wenn nicht in monatlicher Friſt darauf eine ge⸗ richtliche Klage angehoben wird, und zwar gegen den Vor⸗ mund, der hiezu eigens fuͤr das Kind ernannt wird, und in Gegenwart ſeiner Mutter.
Zweites Capitel.
Vom Beweiſe rechtmaͤßiger oder ehelicher Kindſchaft.
Art. 319. Die Kindſchaft rechtmaͤßiger oder ehelicher Kinder wird bewieſen durch die Geburtsurkunden, die in das Regiſter des Civilſtandes eingetragen ſind.
320. Wenn dieſer Titel oder dies Beweismittet fehlt: ſo iſt genug, wenn das Kind beweiſet, daß es beſtaͤndig im Beſitz des Standes eines ehelichen Kindes geweſen iſt.
321. Dieſer Standesbeſitz entſteht dadurch, daß ſich genugſame Thatſachen vereinigen, welche nachweiſen, daß das Verhaͤltniß der Vaterſchaft und der Kindſchaft vor⸗ handen iſt zwiſchen einem Menſchen und der Familie, wo⸗ zu er zu gehoͤren vorgibt.
Die vorzuͤglichſten jener Thatſachen ſind, daß der Menſch den Namen des Vaters gefuͤhrt hat, dem er an⸗ zugehoͤren vorgibt;


