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116. Um ſich von der Abweſenheit zu uͤberzeugen, be⸗ fiehlt das Gericht, nach Einſicht der Acten und Beweisſtuͤcke, die man ihm vorlegt, daß contradictoriſch mit dem Staats⸗ Procurator*) zu einer Unterſuchung zu ſchreiten ſey. Die Unterſuchung hat ſodann ſowohl in dem Bezirke des Wohn⸗ orts, als in dem Bezirke des bloßen Aufenthaltsortes Statt, im Falle dieſelben nicht die naͤmlichen ſind.
117. Indem das Gericht uͤber jenes Geſuch entſchei⸗ det, hat es uͤbrigens gehoͤrige Nuͤckſicht zu nehmen auf die Gruͤnde der Abweſenheit, und auf die Urſachen, die etwa verhindern konnten, von dem muthmaßlich Abweſenden Nach⸗ richt zu erhalten.
118. Sobald die Vorbeſcheide ſowohl, als Endurthei⸗ le erlaſſen ſind, ſendet ſie der Staats-Procurator an den Großrichter, Miniſter der Gerechtigkeitspflege, und dieſer hat die Pflicht, ſie kund zu machen..
119. Das Urtheil, welches die foͤrmliche Erklaͤrung, daß jemand abweſend iſt, enthaͤlt, kann nicht erlaſſen wer⸗
den, als ein Jahr nach jenem Urtheil, welches die Unterſu⸗ chung verordnete.
Drittes Capitel.
Von den Wirkungen der Abweſenheit.
Erſter Abſchnit t.
Von den Wirkungen der Abweſenheit in Hinſicht auf die Guͤter, welche der Abweſende am Tage ſeines Verſchwindens beſaß.
Art. 120. Kraft des Endurtheils, welches die Abwe⸗ ſenheit erklaͤrt, koͤnnen ſich die Erben des Abweſenden in den einſtweiligen Beſitz ſeiner Guͤter ſetzen laſſen, jedoch nur unter folgenden Einſchraͤnkungen. Der Abweſende muß kei— nen Bevollmaͤchtigten fuͤr die Verwaltung ſeiner Guͤter zu⸗ ruͤckgelaſſen haben; das Geſuch muß von denjenigen ge⸗
*) D. h. in Gegenwart deſſelben, und ſo, daß er dabei gehoͤrt werde, und ſo zu ſagen im Namen des Abweſenden auftrete⸗
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