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aber im Auslande aufhält, ſo muß er ſich ebenfalls durch eine Erklaͤrung verbinden, ſich in Frankreich haͤuslich nie⸗ derzulaſſen, und in einem Jahre nach dieſer Erklaͤrung wirklich dahin verziehen.
10. Jedes von einem Franzoſen im Auslande gebor⸗ ne Kind iſt ein Franzoſe.
Ein Kind, welches im Auslande von einem Franzoſen ge⸗ boren iſt, der die Eigenſchaft eines Franzoſen verloren hat, kann dieſe Eigenſchaft allezeit wieder erlangen, wenn es die im 9. Artikel vorgeſchriebenen Bedingungen erfuͤllt.
11. Der Auslaͤnder genießt in Frankreich die naͤmli⸗ chen buͤrgerlichen Rechte, welche den Franzoſen durch die Vertraͤge der Nation, zu welcher dieſer Auslaͤnder gehoͤrt, zugeſtanden ſind oder werden.
12. Die Auslaͤnderinn, die einen Franzoſen heira⸗ thet, tritt ganz in den Stand und die Eigenſchaft ihres Mannes.
13. Wenn die Regierung einem Auslaͤnder erlaubt hat, ſich in Frankreich haͤuslich niederzulaſſen, ſo genießt
er daſelbſt die buͤrgerlichen Rechte, ſo lange er darin wohn⸗
haft bleibt.
14. Ein Auslaͤnder, wenn er ſich auch nicht in Frank⸗ reich aufhaͤlt, kann vor die franzoͤſiſchen Gerichtshoͤfe ge⸗ laden werden, ſo oft es auf die Erfuͤllung von Verbind⸗ lichkeiten ankommt, die er in Frankreich mit einem Fran⸗ zoſen eingegangen hat. Eben ſo kann er vor die franzoͤſi⸗ ſchen Gerichtshoͤfe gezogen werden, in Hinſicht auf jene Verbindlichkeiten, die er im Auslande gegen Franzoſen uͤbernommen hat.
15.“ Ein Franzoſe kann vor franzoͤſiſche Gerichtshoöfe gezogen werden, wenn es auf Verbindlichkeiten ankommt, die er im Auslande ſelhſt mit einem Auslaͤnder eingegan⸗ gen hat.
16. Wenn ein Auslaͤnder als Klaͤger auftritt, ſo iſt er gehalten, fuͤr die Zahlung der Koſten und Schadloshal⸗ tung, die allenfalls der Rechtshandel verurſachen koͤnnte, Buͤrgſchaft zu leiſten. Dieſe Regel leidet nur zwei Aus⸗ nahmen, wenn naͤmlich die Frage uͤber ein Handelsgeſchaͤft iſt, und wenn der Ausländer in Frankreich unbewegliche Guͤter genug beſitzt, um dieſe Zahlung zu ſichern.


