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Von den Urkunden des Civilſtandes. 21
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den. Dieſe Ausfertigung ſoll den Regiſtern ſogleich eingetragen werden..
62. Die Urkunde uͤber die Aner⸗ kennung eines Kindes ſoll den Re⸗ giſtern auf den Tag, da ſie ge⸗ ſchehen iſt, eingetragen, und hie⸗ von am Rande der Geburtsur⸗ kunde, wenn eine vorhanden iſt, Meldung gethan werden.
Drittes Kapitel.
Von den Heirathsurkun⸗ den.*)
— 63. Vor. Schließung der Ehe
ſoll der Beamte des Civilſtandes zwei Aufgebote mit einem Zwi⸗ ſchenraum von acht Tagen, an einem Sonntag, vor der Thüre des Gemeindehauſes thun. In dieſen Aufgeboten, ſo wie in der Urkunde, die bierüber verfertiget wird, muͤſſen ausgedruckt ſeyn die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte der küͤnftigen Ehegatten, der Um⸗ ſtand, ob ſie volljaͤhrig oder min⸗ derjaͤhrig ſeyen, endlich die Vor⸗ namen, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte ihrer Eltern. Dieſe Urkunde ſoll nebſt⸗ dem die Tage, Orte und Stun⸗ den enthalten, wo die Aufgebote geſchehen ſind. Sie ſoll in ein be⸗ ſonderes einfach gefuͤhrtes Regiſter geſchrieben werden, welches von Blatt zu Blatt, wie im 41. Arti⸗
*) K. B. Regierungsverordnung vom 9. Mai 1817.
In Gemäßheit allerhöchſten Reſcripts wird den Civilſtandsbeamten die Aufnahme der Heiraths⸗ verträge aller nicht in dem Unterthansverbande ſtehenden Individuen bei Vermeidung der auf verbotene Trauungen geſetzien Strafen unterſagt; in ſo fern ſich jene Individuen nicht über ihre Aufnahme im Lande, durch eine ſpezielle Bewilli⸗ gung der unterzeichneten Königl. Regierung wer⸗ den ausgewieſen haben.
Königl. Baier. Regierung des Rheinkreiſes. Bem. Findet keine Anwendung, wenn ein Inländer eine Ausländerin heirather.
M. ſ.„Zuſ. zu Art. 144 u. folg. u. 461 u. folg.
kerner zu Art. 34 u. folg.
kel beſtimmt iſt, geſeitet und mit dem Handzuge verſehen ſeyn, und am Ende eines jeden Jahrs in der Kanzlei des Bezirksgerichtes deponirt werden ſoll.
64. Von einem Aufgebote zum andern und waͤhrend der ganzen Zwiſchenzeit von acht Tagen ſoll ein Auszug der Aufgebotsurkunde an der Thuͤre des Gemeindehauſes angeheftet ſeyn und bleiben. Vor dem dritten Tage nach dem zweiten Aufgebote, den Tag dieſes Aufge⸗ botes nicht miteinbegriffen, darf die Ehe nicht guſchioſen werden.
65. Iſt die Ehe nicht in Jahres⸗ friſt nach Umlauf der fuͤr die Auf⸗ gebote beſtimmten Zeit geſchloſſen worden, ſo kann ſie nicht mehr eingegangen werden, als nachdem neue Aufgebote nach der hieroben vorgeſchriebenen Form geſchehen
ind.—
66. Die Einſpruͤche(Oppoſitions⸗ akte), die wider eine Heirath ein⸗ gelegt werden, ſollen auf dem Ori⸗ ginal und auf der Abſchrift von
en Opponnenten oder ihren Be⸗ vollmächtigten, die mit einer be⸗ ſondern Vollmacht in authentiſcher Form verſehen ſind, unterzeichnet werden; ſie muͤſſen nebſt einer Ab⸗ ſchrift der Vollmacht den Parteien entweder in Perſon oder an ihrem Wohnorte, und dem Beamten des Civilſtandes, der ſein Viſa auf das Original zu ſetzen hat, in⸗ ſinuirt werden.
67. Der Beamte des Civilſtandes ſoll ohne Aufſchub die Oppoſitionen in dem Aufgebotsregiſter ſumma⸗ riſch bemerken. Am Rande, wo dieſe Oppoſitionen eingetragen ſind,
ſoll er ebenfalls der eine Aufhe⸗
bung derſelben enthaltenden Urtheile oder Urkunden, wovon ihm eine Ausfertigung zugeſtellt worden iſt, erwaͤhnen... 68. Im Falle einer Oppoſition darf der Beamte des Civilſtandes, ehe ihm die Aufhebung derſelben zugeſtellt worden iſt, nicht zur Schließung der Ehe ſchreiten, bei


