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Die fünf französischen Gesetzbücher : in deutscher Sprache nach den besten Übersetzungen : Nebst den bezüglichen Gesetzen, Dekreten, Staatsrathsgutachten, Ministerialumschreiben, und allen seit 1814 in den Landen des linken Rheinufers und später in dem Rheinkreise ergangenen Gesetzen, Verordnungen und Instruktionen, wodurch die französische Gesetze aufgehoben, abgeändert und erläutert werden
Entstehung
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Eivilgesetzbueh.

Präliminartttel.

Von der Verkündigung, den Wirkungen und der An⸗ wendung der Geſetze im Allgemeinen.

Dekretirt den 5. März 1803. Promulgirt den 15. des nämlichen Monats.

Art. 1. Die Geſetze ſind voll⸗ liehbar auf dem ganzen Umfange es franzoͤſiſchen Gebietes, kraft Jer Promüulgation, die durch den Kaiſer geſchieht. Sie muͤſſen in jedem Theile des Reichs von dem Augenblicke an vollzogen werden, da die Promulgation derſelben be⸗ kannt ſeyn kann. Die von dem Kgaiſer ehehene Promulgation wird als bekannt angenommen: in dem Departement der kaiſerlichen Reſidenz einen Tag nach derſelben; in einem jeden der uͤbrigen Depar⸗ temente nach Verlauf derſelben Zeit, verlaͤngert um einen Tag fuͤr jede zehn Myriameter(ungefaͤhr zwanzig Stunden, lieues); welche der Hauptort des Departements von der Stadt entfernt liegt, wo⸗ rin rdie Promulgation geſchehen

*) I. Verordnung vom 23. Mai 1816. Amtsblatt No. 2. das Amtsblatt betreffend. F§. 1. Alles, was in dem Amtsblatt erſcheinet, wird nach geſchehener Zuſendung an die königlichen Behör⸗ den als geſetzlich publizirt angenommen, und es fann dagegen von Niemand die Entſchuldigung der Unwiſſenheit eingewendet werden.

II. Artikel des Geſetzes vom 30. Ventos 12. J. 21. März 1804, promulgirt den 10. Germinal (31. März), welche noch anwendbar ſind.

x2. Das Geſetz verfügt nur für die Zukunft; es hat keine zuruͤck⸗ wirkende Kraft.

Art. 1. Es ſollen unter dem Titel: Civilgeſetz⸗ buch der Franzoſen(Geſetzbuch Napoleons), in eine und dieſelbe Sammlung folgende Geſetze vereiniget werden, nämlich ꝛc.

6. Der Verfügung des erſten Artikels ungehin⸗

dert, ſoll jedes hierin angeführte Geſetz von dem Tage an beobachtet werden, da es zu Folge ſeiner beſondern Promulgation ſeine Vollſtreckung erhal⸗ ten mußte. 7. Von dem Tage anzurechnen, da dieſe Geſetze exekutoriſch ſind, haben die römiſchen Geſetze, die Ordonnanzen, die allgemeinen und die beſondern Lokalgewohnheiten, die Statuten und Verordnun⸗ gen in den Materien, welche der Gegenſtand der beſagten Geſetze ſind, woraus das gegenwärtige Geſetzbuch beſteht, als allgemeine oder als beſon⸗ dere Geſetze keine verbindliche Kraft mehr.

III. Gutachten des Staatsraths über die Frage, von welchem Tage an die kaiſerl. Dekrete verbindliche Kraft haben, vom 12. Prairial 13. J.(1. Junius 1805), genehmiget vom Kaiſer den 28. Prairial(14. Junius 1805).

Der Staatsrath, welcher ꝛc. den Vortrag

der Geſetzgebungsſektion über die Frage angehört

hat, von welchem Tage an die kaiſerl. Dekrete ver⸗ bindliche Kraft haben; In Erwägung, daß, da die Geſetzesvorſchläge und die Verhandlungen darüber öffentlich geſchehen, man in dem 1. Art. des Geſetzbuches Napoleons eine Friſt beſtimmen konnte, nach welcher die Geſetze nach und nach in jedem Departemente verbindliche Kraft haben, weil die Promulgation daſelbſt für bekannt an⸗ genommen wird; Daß in Betreff der kaiſerl. Dekrete nicht dieſe Vermuthung des Bekanntſeyns aufgeſtellt werden könne, weil ſie mit weniger Pub⸗ licität vorbereitet und erlaſſen werden⸗ und daß