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Napoleons Gesetzbuch : Nebst einem alphabetischen Register / Nach der Original-Ausgbe der kaiserlichen Buchdruckerey übersetzt
Entstehung
Seite
429
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III. Buch. 19. Titel. 1. Cap. 429

2202. Die Hypothekenaufſeher ſind ſchuldig, bey ihren Amtsverrichtungen alle Verfuͤgungen des gegenwaͤrtigen Ca⸗ pitels zu beobachten, bey Strafe von zweyhundert bis tauſend Francs fuͤr die erſte, und der Entſetzung von ihrem Amte fuͤr die zweyte Uebertretung, mit Vorbehalt der den Parteyen zu leiſtenden vollſtaͤndigen Schadloshaltung, welche noch vor jener Geldbuße berichtigt werden muß.

2263. Die Erwaͤhnung der dem KHypochekenaufſeher eingehaͤndigten Urkunden und kurzen Auffatze in jenem erſten Regiſter(Journal), wie auch die Eintragungen und Ein ſchreibungen in das Hauptregiſter, muͤſſen fortlaufend, ohne irgend einen leeren Zwiſchenraum, auch ohne daß etwas zwiſchen die Zeilen geſchrieben werden darf, geſchehen; widrigenfalls wird der Hypothekenaufſeher zu einer Geld⸗ ſtrafe von tauſend bis zweytauſend Francs und zur voll⸗ ſtaͤndigen, noch vor der Geldbuße zu entrichtenden, Schad loshaltung gegen die Parteyen ſchuldig erkannt.

Neunzehnter Titel.

Von dem grrichtlichen Schulden halber vorzuneh⸗ menden Verkaufe, und der Rangordnung unter den Glaͤubigern.

Erſtes Capitel.

Von dem gerichtlichen Schulden halber vorzunehmenden Verkaufe.

2204. Der Glaͤubiger kann verlangen, daß gerichtlich verkauft werden: 1) die ſeinem Schuldner eigenthuͤmlich zuſtehenden unbeweglichen Sachen, nebſt deren Zugehoͤrun⸗ gen, in ſo fern auch dieſe fuͤr unbeweglich gehalten werden; 2) der dem Schuldner an Sachen dieſer Art zuſtehende Nießbrauch.

2205. Gleichwohl kann der Antheil, welchen einer der Miterben an unbeweglichen Sachen einer Erbſchaft noch in ungetheilter Gemeinſchaft beſitzt, von ſeinen perſoͤnlichen