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mak oder wird dieſe in Betracht der hergeſtellten groͤßern Freyheit der willkuhrlichen teſtamentari⸗ ſchen Dis poſition annullirt?
Wie ſoll es drittens in Anſehung der will⸗ kuhrlich eingegangenen Verhältniſſe gehalten wer⸗ den, die in Beziehung zu dem Code Napoleon ſtehen? Gilt fuͤr Ehen, die ohne Verabredung ein⸗ gegangen ſind, die Guͤtergemeinſchaft die das fran⸗ zoſiſche Geſetz in dieſem Falle praͤſumirt? Hand⸗ lungen, die der Code Napoleon verbietet, ſind unter ſeiner Herrſchaft fur nichtig erklaͤrt. Leben die aus jenen Verhandlungen entſpringenden Rechte wieder auf? Treten fruͤhere Subſtitutionen wieder ein, die unter dem Code Napoleon ungultig wa⸗ ren? oder behalten diejenigen, welche in Gefolg derſelben ſtatt jener in Beſitz geſetzt ſind, ihr er⸗ worbnes Recht? Sollen auch die Subſtitutionen gelten, die unter dem Code Napoleon, ſeinem Verbote zuwider, gemacht wurden? Werden te⸗ ſtamentariſche Dispoſitionen welche das Geſetz ver⸗ letzten, unter deſſen Herrſchaft ſie gemacht ſind, füͤr gältig erklart, wenn gleich der uͤbrige Inhalt des Teſtaments ſich auf die Dispoſitionen des Code Napoleon bezieht?


