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Ueber den Code Napoleon und dessen Einführung in Deutschland / Von August Wilhelm Rehberg, Königlich Grossbrittanischen Hofrathe und Mitgliede der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
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eigentlich im Charakter geſetzgeberiſcher Weisheit, die alles unterſucht, was die einzelnen wichtigen Vorfaͤlle des menſchlichen Lebens erfodern, ſorg⸗ faltig unterſucht, ehe ſie allgemeine Verordnungen erlaßt. Die Wuth der Leidenſchaften hingegen, von welcher die revolutionaire Geſetzgebung einge⸗ geben iſt, ergreift alles rechtmaͤßig Beſtehende, unter dem Vorwande, bald der Urrechte der Menſchheit, bald des gemeinen Beſtens. Sie kann nicht erwarten, daß alte Verhaͤltniſſe ſich allmaͤhlig aufloͤſen. Die Verfaſſer des Code Na⸗ poleon mußten ſich ſorgfaͤltig huͤten, nicht den lei⸗ ſeſten Verdacht zu erregen, als ob ſie eine ſcho⸗ nende, wohlwollende Auslegung zu beguͤnſtigen daͤchten. Eine ſolche waͤre mit dem Zwecke der Revolution unvereinbar geweſen: und die Urheber derſelben hatten noch immer die Gewalt in Hän⸗ den: was auch immer die beſſer geſinnten Mit⸗ glieder der neuen Staatsverwaltung vorgeben moͤ⸗ gen, um es zu verdecken, welcher Art von Men⸗ ſchen ſie huldigen mußten.

Es giebt allerdings Fälle, in denen es heil⸗ ſam iſt, einem Geſetze ruͤckwirkende Kraft in der