I. Buch. 1. Titel. 2. Cap. 5
ſolche Weiſe etwas, jedoch mit Ausnahme ſeines Unterhalts, erwerben.
Er kann weder zum Vormunde ernannt werden, noch zu den Verrichtungen mitwirken, die ſich auf die Vormund⸗ ſchaft beziehen. S
Er kann weder Zeuge bey irgend einer feyerlichen oder in glaubhafter Form vorzunehmenden Handlung ſeyn, noch zur Ablegung eines Zeugniſſes vor Gericht zugelaſſen werden.
Er kann als Beklagter oder Kläger vor Gericht nicht an⸗ ders erſcheinen, als unter dem Namen und unter Vertre⸗ ung eines beſondern Curators, den ihm das Gericht, bey welchem die Klage angebracht iſt, zuordnet.
Er iſt unfaͤhig, eine Heirath, die irgend eine buͤrgerliche Wirkung hervorbringt, einzugehen.
Die Heirath, welche er vorher eingegangen hat, iſt in Ruͤckſicht aller ihrer buͤrgerlichen Wirkungen aufgeloͤſet.
Sein Ehegatte und ſeine Erben koͤnnen, jeder fuͤr ſeinen Antheil, die Rechte ausuͤben, und die Klagen anſtellen, welche ihnen bey ſeinem natuͤrlichen Tode zuſtändig ſeyn wuͤrden.
26. Die Verurtheilungen nach vorgaͤngiger Verthei⸗ digung des Angeklagten ziehen den buͤrgerlichen Tod nur von dem Tage an nach ſich, da ſie wirklich, oder an ſei⸗ nem Bildniſſe, vollzogen ſind.
27„Verurtheilungen wegen(ungehorſamen) Nichterſchei⸗ nens ziehen den buͤrgerlichen Tod erſt nach dem Ablaufe der auf die bildliche Vollſtreckung des Urtheils folgenden fuͤnf Jahre nach ſich. In der Zwiſchenzeit kann der Verurtheilte ſich noch ſtellen.
28. Diejenigen, die wegen Nichterſcheinens veruxtheilt ſind, bleiben während der fuͤnf Jahre, oder bis ſie in dieſer Zwiſchenzeit ſich ſtellen, oder in Verhaft genommen werden, von der Ausuͤbung der buͤrgerlichen Rechte ausgeſchloſſen.
Ihr Vermögen wird verwaltet, und ihre Rechte werden ausgeuͤbt, ganz auf dieſelbe Art, wie dies bey Abweſenden der Fall iſt.


