34 I. Buch. 2. Litel. 3. Cap⸗
des erfolgten Einſpruchs beyfuͤgen, auch auf dem Rande des Eintrags dieſer Einſpruche, die eine Aufhebung der⸗
ſelben enthaltenden Urtheile oder ſonſtigen Urkunden, wo⸗
von ihm eine Ausfertigung zugeſtellt worden iſt, erwaͤhnen.
68. Im Falle eines Einſpruchs darf der Beamte des Perſonenſtandes/ bevor ihm nicht die Aufhebung deſſelben eingehaͤndiget worden iſt, die Abſchließung der Ehe nicht vornehmen, bey Strafe von drey hundert Francs und voll⸗ ſtandiger Schadloshaltung.
69. Sind keine Einſpruche erfolgt, ſo ſoll auch hiervon in der Heiraths⸗Urkunde Erwaͤhnung geſchehen; und wenn die Aufgebote in mehreren Gemeinden ergangen ſind, ſo ſollen die Intereſſenten von dem Beamten des Perſonen⸗ ſtandes einer jeden Gemeinde ein Zeugniß beybringen wodurch ſie beſcheinigen, daß kein Einſpruch eingelegt worden ſey⸗
70. Der Beamte des Perſonenſtandes ſoll ſich die Ge⸗
vurts⸗Urkunde eines jeden der kuͤnftigen Ehegatten vorzeigen laſſen. Der Ehegatte, welchem es etwa unmoͤglich ſeyn moͤchte, ſich dieſelbe zu verſchaffen, kann ſie dadurch er⸗ ſetzen, daß er eine Notorietaͤts⸗Urkunde(Zeugniß der Kund⸗ barkeit) von dem Friedensrichter ſeines Geburts⸗ oder Wohnortes beybringt.
71. Eiue ſolche Notorietaͤts⸗Urkunde muß eine von ſieben Zeugen, ſie mogen maͤnnlichen oder weiblichen Geſchlechts,
verwandt oder nicht verwandt ſeyn, geſchehene Erklärung uͤber die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Gewerbe
und den Wohnort des kuͤnftigen Ehegatten, und ſeinet Eltern, wenn dieſe bekannt ſind, ſodann den Ort, und/ ſo viel moglich, den Zeitpunkt ſeiner Geburt, und die Ur⸗ ſachen enthalten, welche die Vorlegung der Geburts⸗Urkunde ſelbſt verhindern. Die Zeugen muͤſſen, nebſt dem Friedens⸗ richter, die Notorietäts⸗Urkunde unterſchreiben, und wenn
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