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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
32
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32 I. Buch. 2. Titel. 3. Tap.

orte der kuͤnftigen Ehegatten, ferner der Umſtand, ob ſie volljährig oder minderjährig ſind, und endlich die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte ihrer Eltern, ausgedruͤckt ſeyn. Dieſe Urkunde muß außerdem die Tage, Orte und Stunden der geſchehenen Aufgebote angeben. Sie ſoll in ein eigenes Regiſter eingeſchrieben werden, welches auf dieſelbe Weiſe, wie dies der 4 1ſte Artikel beſtimmt, mit Seitenzahlen und mit dem Handzuge verſe⸗ hen ſeyn, auch am Ende eines jeden Jahres bey dem Secre⸗ tariat des Tribunals erſter Inſtanz niedergelegt werden muß.

64. Ein Auszug der Aufgebots⸗Urkunde ſoll an die Thuͤr des Gemeindehauſes angeheftet werden/ und daſelbſt während der achttägigen Zwiſchenzeit von dem einen Aufgebote bis zum andern angeſchlagen bleiben. Die Ehe darf jedoch vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote, ohne den Tag dieſes letztern mit zu rechnen, nicht abgeſchloſſen werden.

65. Iſt die Ehe nicht in Jahresfriſt nach dem Ablaufe der fuͤr die Aufgebote beſtimmten Zeit abgeſchloſſen wor⸗ den: ſo kann ſolches alsdann nicht mehr geſchehen, außer wenn neue Aufgebote nach der hier oben vorgeſchriebenen Form erfolgt ſind.

66. Die ſchriftlichen Aufſätze, welche Einſpruche wider eine Heirath enthalten, ſollen auf dem Original und der Abſchrift von denen, welche den Einſpruch gethan haben, oder von ihren Bevollmäͤchtigten, die mit einer hierauf gerich⸗ teten Vollmacht in glaubhafter Form verſehen ſind, unter⸗ zeichnet und alsdann, nebſt einer Abſchrift der Vollmacht/ den Intereſſenten entweder in Perſon oder an ihrem Wohn⸗ orte, ſo wie auch dem Beamten des Perſonenſtandes der ſein Viſa auf das Original zu ſetzen hat, zugeſtellt (inſinuirt) werden⸗

67. Der Beamte des Perſonenſtandes muß unverzüg⸗ lich dem Aufgebots⸗Regiſter eine kurze Bemerkung wegen

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