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„Angeſehen, daß bas fragliche Urtheil eben ſo wenig den Art. 209 des Coder verletzt, indem es den Vater verurtheilt hat⸗ die alimentariſche Penſion jährlich bis zur Eroffnung ſeiner Erb⸗ ſchaft zu bezahlen; daß allerdings daraus eine foͤrmliche Erklaͤ⸗ rung der Obliegenheit des Vaters folgt, dieſe Penſion ſein gau⸗ zes Leben lang zu bezahlen, wenn die Lage der Partheyen die⸗ ſelbe bleibt; aber daß keinesweges daraus folgt, daß, falls dieſe Lage eine Veraͤnderung erleiden ſollte, der Vater nicht in dem⸗ von den vorhergehenden Artikeln vorgeſehenen, Falle, eine Vermin⸗ derung oder die ganzliche Entlaſtung von der Penſion zu fordern vefugt ſein ſollte; daß es im Gegentheil augenfällig iſt daß die⸗ ſer Vorbehalt wegen der Natur der Penſion, welche durch das urtheil auedruͤcklich als eine alimentariſche qualifizirt iſt kraft des Geſetzes ſtatt findet, ſo, daß ein gusdruͤckliches Verbot, welch⸗s das urtheil nicht enthaͤlt, erforderlich waͤre, um ihn guszuſchlieſſen,
verwirft das Geſuch. Theil II. F. 88. Wro. 9. S. 42.
Uebt einer der Ehegatten ein kaufmänniſches Gewerbe aus, ſo hat das Handlungs Geſetzbuch, Art. 66, für die Sicherheit der Dritten⸗ die mit ihm kontrahiren könnten, geſorgt, indem es verord⸗ net, daß in Hinſicht auf das Scheidungsurtheil die Formalita⸗ ten die der Art. 372 des Geſetzb. uͤber das Verfahren im prgerlichen Prozeß fuͤr die urtheile auf Trennung von Tiſch und Bett vorgeſchrieben hat, vollzogen werden ſollen.


