1s B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 19
31. Stirbt derjenige, gegen welchen ein Contu⸗ macial⸗Urtheil ergangen iſt, in der Gnadenfriſt von fünf Jahren, ohne daß er ſich geſtelit hätte, oder ergriffen und in Verhaft genommen worden wäre; ſo wird ange⸗ nommen, daß er im vollen Beſitze ſeiner bürgerlichen Rechte verſtorben ſeye; das Contumacial⸗Urtheil wird hierdurch von Rechtswegen vernichtet 20), jedoch unbe⸗ ſchadet der Klage des beſchädigten Theils, welche aber wider die Erben des Verurtheilten nur im Wege des Ci⸗ vilprozeſſes angeſtellt werden kann.
32. In keinem Falle ſetzt die Verjährung der Strafe den Verurtheilten für die Zukunft in ſeine Civil⸗ rechte wieder ein.
33. Die Güter, welche der Verurtheilte erwor⸗ ben hat, ſeitdem er den bürgerlichen Tod ſich zugezogen, und in deren Beſitze er ſich am Tage ſeines natürlichen Todes befindet, fallen dem Staate kraft ſeines Rechts auf erbloſe Güter anheim.
Demohngeachtet kann der Kaiſer, zum Beſten der Wittwe, der Kinder oder der Verwandten des Verur⸗ theilten hierüber diejenigen Verfügungen treffen, die ihm die Menſchlichkeit eingeben wird.
Zweyter Titel.
Von den oͤffentlichen Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand. 1)
(Decretirt den 11. Maͤrz 1803. Promulgirt den al. deſſel⸗ ben Monats.)
Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen.
34. Die öffentlichen Urkunden über den bürgerli⸗ chen Zuſtand(actes de l'état civil) müſſen das Jahr,
kundung des buͤrgerl. Zuſtandes. E. Beurk. der buͤrgerl. Rechtsfaͤhigkeit, M.
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