Von dem Che⸗Contract ꝛc. 391
ohne die Abänderung, oder den Gegen⸗Brief am Ende beyzuſchreiben.
1398. Der Minderjährige, der fähig iſt eine Ehe zu ſchließen, iſt auch fähig alle Verabredun⸗ gen einzugehen, deren dieſer Contract empfäng⸗ lich iſt; und die Verabredungen und Schenkun⸗ gen, die er darin gemacht hat, ſind giltig, in ſofern er nur den Contract unter dem Beyſtande derjenigen Perſonen geſchloſſen hat, deren Bey⸗ ſtimmung für die Giltigkeit der Ehe nothwen⸗ dig iſt.(1)
Zweytes Kapitel.
Von der Güter⸗Gemeinſchaft und ihren Regeln..
1399. Die Güter⸗Gemeinſchaft,(*) ſie mag in
dem Geſetz oder auf einen Vertrag gegründet ſeyn
(1) S. den 1309ten Arttkel.
(*) Die Gemeinſchaft zwiſchen Ebe⸗Gatten iſt elne Ge⸗ ſellſchaft, die ſich uͤber einen beſtimmten Theil ihrer Guͤ⸗ ter zwiſchen ihnen bildet, und die waͤhrend dem Lau⸗ fe ihrer Ehe ſtatt bat.
Das Brautſchatz⸗Syſtem(régime dotal) und das Soſtem der Guͤter⸗Gemeinſchaft,(régime de la com⸗ munauté) weichen in ihren Grundſaͤtzen und Zwecken ganz von einander ab. Das erſte bezwecket bloß die Erbaltung des Braut⸗Schatzes der Frau, welcher nach dem 1554ſten Artikel weder verpfaͤndet noch ver⸗ aͤußert werden kann. Das zweyte betrifft den An⸗ tbeil der Frau an den waͤhrend der Ehe durch gemein⸗ ſchaftliche Betrlebſamkeit erworbenen Guͤtern. Daher dehnet dieſes Syſtem die Huͤlfsquellen des Mannes aus, indem es die Veraͤußerung des Brautſchatzes erlaubt, wenn die Frau darein williget.


