Von dem Ehe⸗Cont ract ꝛe. 389
Im erſten Falle, in welchem nämlich Güter⸗ Gemeinſchaft eintritt, ſind die Rechte der Ehe⸗ Gatten and ihrer Erben durch die Verfügungen des zweyten Kapitels des gegenwärtigen Titels beſtimmt.
Im andern Falle, in welchem das Brautſchatz⸗ Syſtem angenommen wird, ſind ihre Rechte durch die Verfügungen des dritten Kapitels geordnet.
1392. Die bloße Stipulation, wodurch die Frau ſich ſelbſt, oder wodurch eine andere Per⸗ ſon derſelben ſich gewiſſe Güter zum Brautſchatz vor⸗ behält, iſt allein nicht hinreichend, um dieſe Güter den Regeln des Brautſchatz⸗Syſtems zu unter⸗ werfen, wenn nicht in dem Ehe⸗Contracte eine ausdrückliche Declaration darüber enthalten iſt⸗
Eben ſo wenig unterwerfen ſich die Ehe⸗Gatten dem Brautſchatz⸗Syſtem durch die bloße Declara⸗ tion, daß ſie ſich ohne Güter⸗Gemeinſchaft ver⸗ ehelichen, oder daß Güter⸗Trennung unter ihnen ſtatt haben ſoll.
1393. In Ermangelung beſonderer Verabre⸗ dungen, welche die Regeln des Syſtems der Güter⸗Gemeinſchaft abändern, oder modificiren, machen die in dem erſten Theil des zweyten Kapitels enthaltenen Verfügungen das gemeine Recht von Frankreich aus.
1394. Alle Ehe⸗Pacten müſſen vor der Hei⸗ rath in einem Notariats⸗Act ſchriftlich verfaßt werden.


