Teil eines Werkes 
[Erste Abtheilung] (1808)
Entstehung
Seite
366
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366 3. Buch. 3. Titel. 6. Kapitel.

worden ſind, nicht von jemand opponirt wer⸗ den, der ſeiner Seits den im Aet enthaltenen Bertrag vollzogen hat.

1326. Eine Handſchrift, oder ſonſtigen Privat⸗ Schuldverſchreibung, wodurch eine Partey der andern verſpricht ihr eine Geld⸗Summe, oder eine Sache, die ſich ſchätzen läßt, zu geben, muß gänzlich von der Hand desjenigen geſchrieben werden, der ſich unterſchreibt; oder wenigſtens muß er, außer ſeiner Unterſchrift, eigenhändig Gut fürnc. oder gut geheißen hinzu⸗ geſchrieben,und dabey die Summe, oder die Quan⸗ tität der Sache ganz mit Buchſtaben ausgedrückt haben.

Ausgenommen iſt der Fall wo der Aet von Han⸗ delsleuten, Handwerkern, Ackersleuten, Reb⸗ leuten, Taglöhnern und Dienſtboten herrührt.

1327. Wenn die im Innern des Actes ausge⸗ drückte Summe, von der in demGut fürac. ausgedrückten Summe verſchieden iſt, ſo ver⸗ muthet man daß die Verbindlichkeit nur in der geringern Summe beſtehe, ſogar wenn der Aet, und dasGut fürꝛc. gänzlich von der Hand des Schuldnees geſchrieben ſind, es müßte denn erwieſen ſeyn, auf welcher Seite der Irrthum

iſt.()

(1) Der Gegenſtand dieſes Artikels iſt weitläufig durch H. Merlin kaiferlichen General⸗Procurator bey dem Caſſations⸗Gericht, in einer Diſſertation abgehan⸗ delt, weiche in dem RKepertoite de Hurisprudense

enthalten iſt