Teil eines Werkes 
[Erste Abtheilung] (1808)
Entstehung
Seite
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10 1. Buch. 1. Titel. 2. Kapitel.

zu einen andern, die den Civil⸗Tod mit ſich bringt, verurtheilt wird, ſo findet dieſer nur von dem Tage an ſtatt, wo das zweyte Urtheil vollzo⸗ gen wird

30. Wenn der Contumax, der ſich erſt nach Berlauf der fünf Jahre geſtellt hat, oder in Verhaft genommen worden iſt, durch das neue Uetheil losgeſprochen oder zu einer Strafe ver⸗ urtheilt wird, die den Civil⸗Tod nicht mit ſich bringt, ſo tritt er für die Zukunft und von dem Tage an, wo er wieder vor Gericht erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner Civil⸗Rechte ein; aber in Anſeh dung des Vergangenen behält das erſte Urtheil die Wirkungen, die der Civil⸗Tod zwiſchen dem Ausgang der fünf Jahre und dem Tage ſeiner Wiedererſcheinung vor Gericht her⸗ vorgebracht bat.

31. Stirbt der Contumax in der Gnadenfriſt von fünf Jahren, ohne ſich geſtelt zu haben, oder ohne ergriffen oder verhaftet worden zu ſeyn, ſo wird er als im völligen Beſiz ſeiner Rechte verſtorben angeſehen. Das Contumacial⸗Urtheil iſt von rechtswegen vernichtet, unbeſchadet je⸗ doch der Civil⸗Klage, welche nur auf dem Civil⸗ Wege gegen die Erben des Verurrzeiltenane ſtellt werden kann.

. In keinem Falle ſetzt die Verjährung der Strafe den Berurtheilten in ſeine Civil⸗Rechte r die Zukunft wieder ein.

33. Die von dem Verurtheilten während ſei⸗ nem Civil⸗Tod erworbenen Guͤter, in deren